Jugendarbeit: Jetzt sollen junge Mendener befragt werden

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Menden..  Um die offene Kinder- und Jugendarbeit in Menden für die Zukunft fit zu machen, will die Politik jetzt zunächst den Bedarf feststellen. Das war ein Ergebnis des Unterausschusses Jugendhilfe.

Dazu sollen nach ersten Ideen auch möglichst viele Jugendliche dazu befragt werden, was sie sich für ihre Jugendtreffs wünschen. Wie eine mögliche Befragung aussehen könnte, das soll jetzt die Verwaltung erarbeiten. Erste Ideen sollen im Unterausschuss vorgestellt werden.

In Menden gibt es immer mehr Kinder und Jugendliche, die von Armut bedroht sind. Zugleich wächst die Zahl angehender Abiturienten aus gutbürgerlichen Verhältnissen, die unter Leistungsdruck und emotionaler Verarmung leiden. Beiden Gruppen will die offene Kinder- und Jugendarbeit der Stadt gerechter werden – und die Kluft zwischen Arm und Reich schließen helfen (die WP berichtete).

Außerdem habe sich die Medienvielfalt gewandelt, sagte Cornelia Schröer von der Verwaltung: „Die Jugendlichen sind nicht mehr an die Treffpunkte in ihrem Wohnumfeld gebunden.“ Sie seien durch die Schulentwicklung mobiler geworden und träfen sich vermehrt auch in soziale Netzwerken. Deshalb müsse die Arbeit „völlig neu“ ausgerichtet werden.

Die Diskussion zur Neuentwicklung der offenen Kinder- und Jugendarbeit war rege, in vielen Punkten stimmten die Politiker der verschiedenen Parteien überein. Heinrich Josef Karhoff (CDU) fasste die Bedarfsanalyse so zusammen: „Wir müssen wissen, was sich Jugendliche wünschen, was wir können und was wir wollen.“

Attraktive Angebote notwendig

„Um Jugendliche in die Treffs zu locken, brauchen wir attraktive Angebote“, sagte Monika Adolph (FDP). „Die Pluralität der Kinder- und Jugendarbeit ist geschrumpft“, gab Ingrid Ketzscher (Grüne) zu bedenken. So habe es vor Jahren noch mehr private Angebote gegeben, zum Beispiel vom SKM und vom Falkenheim. „Ich wünsche mir von der Politik den großen Wurf, kein Reförmchen“, sagte Jenni Gröhlich-Ulmke als beratendes Ausschussmitglied.

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