IMW: Scheck vergessen, Gründerväter nicht

Menden..  Vom vergessenen Spenden-Scheck bis zur anrührenden Ehrung, von bestem Essen zur Erinnerung an diejenigen, die nichts besitzen, vom flammenden Appell für das Schmelzwerk bis zum filmischen Rückblick auf das jüngste „Menden à la Carte“: Durch ein Wechselbad der Gefühle schickten die Organisatoren des Schlemmerfestes um Hermann Niehaves am Dankeschön-Freitagabend ihre mehr als 400 Gäste.

Dass dies eine Rekordzahl war, überraschte bei zuletzt 60 neu gewonnenen Unterstützern für Menden à la Carte wenig. Den Stolz auf diesen großen Zuwachs konnte und wollte Niehaves zur Begrüßung indes nicht verbergen: „Der IMW sagt Danke. Das ist grandios!“

Doch zunächst wandte er sich mit einem persönlichen Wort an die Gäste, die im Industrie-Ambiente an Tischen und Tischreihen Platz genommen hatten, wo sonst Teenie- oder Ü-30-Partys steigen: „Wir sind heute Abend wieder im Schmelzwerk, für das es neue Nutzungs-Überlegungen gibt“, begann Niehaves. Doch man möge sich daran erinnern, was diese Immobilie für viele Mendener bedeute: „Hier haben unsere Eltern gearbeitet, hier tanzen heute unsere Kinder – und mitunter auch wir selbst.“ Als Stadt, in der viel los ist, sei Menden auf dem richtigen Weg. Und auch die Räume des alten Schmöle-Werkes entfalteten ihre Strahlkraft weit über die Hönnestadt hinaus, viele Party-Besucher kämen von auswärts hierher. Niehaves: „Ich bitte die Verantwortlichen darum, all dies bei tiefgreifenden Entscheidungen zu berücksichtigen!“ Es gab großen Applaus.

Zu ihrer großen Überraschung rief Niehaves dann Bärbel Taugs auf die Bühne: Sie erhielt eine Auszeichnung für ihren unermüdlichen Einsatz rund um das Schlemmerfest, zugleich stehe sie für ein ganzes Team aus zuverlässigen Helfern, betonte Niehaves: „Ohne sie wäre das Fest nicht möglich!“

Dann bat er den SKM-Vorsitzenden Franz Daniel nach oben. Doch als der zum Empfang des jährlichen Spendenschecks für bedürftige Mendener auf der Bühne stand, fiel es Niehaves siedendheiß ein: „Jetzt hab‘ ich doch tatsächlich den Scheck zu Hause liegenlassen!“ Während er ob seines Versäumnisses ersichtlich Blut und Wasser schwitzte, amüsierte sich das Publikum köstlich. Franz Daniel nahm den Live-Lapsus mit Humor – in der sicheren Erwartung, die 1000 Euro dennoch zu erhalten.

Ehrenmitgliedschaften

Am IMW-Vorsitzenden Andreas Wallentin war es dann, mit Werner Tenhagen den ehemaligen Chef der ehemaligen Sparkasse Menden zum allerersten Ehrenmitglied des 1995 gegründeten IMW ernennen. Tenhagen, IMW-Mann der ersten Stunde, dankte für die Urkunde mit den Worten: „Ich bin schon stolz zu sehen, was daraus geworden ist!“ Mit einer posthumen Ehrenmitgliedschaft ehrte Heiner Schulte den im vergangenen Jahr verstorbenen Ott-Heinrich Plote. Der frühere Stadtwerke-Chef habe den IMW gemeinsam mit Jochen Künzel und Bruno Diekmann „maßgeblich geprägt“, sagte Schulte. Die Urkunde und eine kleine Statue nahm Plotes Witwe Sigrun entgegen.

Mit der Vorstellung der zwölf Wirte, die alle Gäste an diesem Abend mit ihren Buffets verwöhnten, endete der offizielle Teil. Der inoffizielle dauerte bis in die Nacht hinein.

Der Initiativkreis Mendener Wirtschaft gründete sich am 2. Februar 1995.

Ideengeber und erster Vorsitzender war Werner Tenhagen, erster Vorsitzender des Beirates Ott-Heinrich Plote.

Ziel ist es, Menden durch Kulturförderung wie Stadt-Sponsoring attraktiver zu machen.

Heute ist der IMW mit rund 300 Mitgliedern aus Unternehmen, aber auch Vereinen, der größte Mendener Verband.

 
 

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