Hönnetal-Bahnhöfe: Sanierung der Bahnhöfe „mit Defiziten“

Der Fahrgast-Service lässt nach Meinung der Bahnfreunde Hönnetal zu wünschen ürbig.
Der Fahrgast-Service lässt nach Meinung der Bahnfreunde Hönnetal zu wünschen ürbig.
Foto: WP
Die Sanierung der Bahnhöfe Fröndenberg und Menden weist nach Meinung der Eisenbahnfreunde Hönnetal Defizite auf. Etwa bei den Fahrgast-Ansagen.

Menden.  Die Sanierung der Bahnhöfe Fröndenberg und Menden weist nach Meinung der Eisenbahnfreunde Hönnetal Defizite auf. Darauf machte der 2. Vorsitzende Guido Kaiser bei der Jahreshauptversammlung aufmerksam.

Kaiser bezeichnete es als „Wermutstropfen“, dass die Durchsagen, die Reisende informieren sollen, nun zentral aus Hagen erfolgen, was jedoch häufig nicht geschehe. Bislang konnten die Fahrdienstleiter per Lautsprecher über Unregelmäßigkeiten, wie Verspätungen, Gleisänderungen und Zugausfälle, informieren. Die Nichtinformation der Reisenden sei unbefriedigend, insbesondere in Fröndenberg als Umsteigebahnhof, so Kaiser.

Zudem vermittle der DB-Fahrplan im Internet dem Kunden, dass die Hönnetalbahnzüge in Fröndenberg Anschluss in Richtung Hagen hätten. Für den Fahrdienstleiter seien es jedoch keine Anschlusszüge und er dürfe den Zug nach Hagen auch bei minimaler Verspätung der Hönnetalbahn nicht eine Minute warten lassen, erklärt Kaiser. Auch das sei so nicht in Ordnung. Wie Guido Kaiser der Versammlung weiter mitteilte, erhalten eventuell noch 2016 die Hönnetalbahnhöfe Balve und Neuenrade eine Bahnsteigsanierung. Zum Fahrplanwechsel im Dezember bekommen die Züge der Hönnetalbahn eine um circa 30 Minuten veränderte Taktung. Das erlaube auch morgens einen durchgehenden Stundentakt und die Anschlüsse würden dann auf die Züge von bzw. nach Dortmund ausgerichtet.

In seinem Rechenschaftsbericht verwies Guido Kaiser auf die wiederum zahlreichen Aktivitäten der Eisenbahnfreunde im vergangenen Jahr. Die Hönnetalbahn wurde mit verschiedenen Aktionen gefördert. Dazu zählte er unter anderem die Schienenbusfahrten ins Hönnetal, aber auch das Mitwirken im Arbeitskreis Menden-Hemer und den regelmäßigen Austausch mit dem ZRL, der für den Schienenverkehr im Hönnetal zuständig ist. Auch die Weihnachtsmannfahrten (ununterbrochen seit 22 Jahren) seien für ihn wegen der Imagewerbung ein Stück Verkehrspolitik. Neben dem historischen Schienenbus sei zweifelsohne auch die Hönnetalbahn-Modulanlage der EFH-Modellbahngruppe ein wichtiger Sympathieträger. Erworben aus Mitteln des Fördervereins Kulturbahnhof Binolen konnte im Mai eine Handhebeldraisine der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Eisenbahn-Treue

Zusammenfassend sagte Guido Kaiser: „Unser Verein hat immer vom Mix der Generationen gelebt. Das war auch im vergangenen Jahr so.“ Damit das auch so bleibe, will man verstärkt junge Leute für das Eisenbahnhobby gewinnen, beispielsweise mit einem Modellbautag im Herbst. Wie sehr die Mitglieder dem Verein verbunden sind, zeigen Klaus Peter Sasse, Renate und Franz-Josef Kaiser (alle Neuenrade), Manfred Abel, Jens Linnebürger und Wolfgang Simon (alle Menden). Sie halten den Eisenbahnfreunden seit 25 Jahren die Treue.

 
 

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