Hauptrolle vor 12 Jahren besetzt

„Draußen vor der Tür“: Borchert-Stück mit Wolfgang Weist (l.) als Beckmann.
„Draußen vor der Tür“: Borchert-Stück mit Wolfgang Weist (l.) als Beckmann.
Foto: WP

Menden.. 
Flöry Hacke (28) feiert am Freitag doppelt Premiere. Mit dem Stück „Draußen vor der Tür“ im Scaramouche (20.30 Uhr) und als Regisseurin. Kurz vorher haben wir ihren Puls gemessen.

Westfalenpost: 84 Schläge pro Minute. Da ist die Aufregung vor Ihrem ersten Stück als Regisseurin gar nicht so groß?

Hacke: Nein, das kann ich nicht sagen. Ich habe zwar schon oft als Schauspielerin im Theater mitgespielt, aber die Regie und Gesamtleitung zu haben, da ist die Aufregung noch größer. Schließlich habe ich die Verantwortung, die Verantwortung für alles, was passiert. Wenn das Publikum die Schauspieler auspfeift, ist das meine Schuld.

WP: Das wird nicht passieren.

Hacke: Nein, davon gehe ich auch aus. Das Ensemble und das Stück sind großartig. Es ist ein anspruchsvolles Stück, klar. Bei einer Komödie wäre es sicher einfacher, das Theater zu füllen. Insgesamt haben wir 74 Plätze, 60 Karten habe ich in den Vorverkauf gegeben. Damit es auch die Möglichkeit gibt, Karten an der Abendkasse zu kaufen. Ich bin gespannt auf das Publikum.

WP: Wie sind Sie auf das Borchert-Stück gekommen?

Hacke: Mit 16 Jahren habe ich das Stück zum ersten Mal in der Schule gelesen. Da entstanden auch schon die ersten Ideen, wie ich das Stück spielen würde.

WP: Zum Beispiel?

Hacke: Die Besetzung der Hauptrolle. Für mich war klar: Die Rolle Beckmann muss Wolfgang Weist spielen. Ich kannte ihn damals schon, weil ich 1995 als Theaterkid angefangen habe.

WP: Die Bühne steht in der Mitte. Wie bei einem Boxring. War das auch Ihre Idee?

Hacke: Ja. Ich finde, das passt zum Stück. Natürlich wird es passieren, dass die Zuschauer manchmal nur den Rücken der Schauspieler sehen, aber dadurch wird das Stück auch unmittelbarer für die Zuschauer. Noch lebendiger.

WP: Das Stück dauert drei Stunden. Das ist eine lange Zeit, um auf einem Fleck zu sitzen.

Hacke: Wir werden nach 90 Minuten eine Pause machen. Damit Ensemble und Publikum einen Moment durchschnaufen können.

WP: Wie zufrieden sind Sie mit der eigenen Leistung als Regisseurin?

Hacke: Ziemlich zufrieden. Ich habe das vor allem deshalb so gut gemeistert, weil das Ensemble sehr gut eingespielt ist. Da war das eine einfache Sache.


 
 

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