Halbe Stunde bis Dortmund

Ein voller Zug aus Menden, der in Dortmund eintrifft: Diese Szene stammt von einer der Sonderfahrten des Oesetalbahnvereins. Nach Ansicht der Grünen kann es aber bei einer Direktverbindung immer so aussehen.
Ein voller Zug aus Menden, der in Dortmund eintrifft: Diese Szene stammt von einer der Sonderfahrten des Oesetalbahnvereins. Nach Ansicht der Grünen kann es aber bei einer Direktverbindung immer so aussehen.
Foto: privat

Menden..  Wie lang braucht man von Menden aus mit Bus und Bahn in andere Städte? Die Auflistung der WP in der Freitagsausgabe hat für einige Diskussionen gesorgt. Schon bei Besuch des WP-Redaktionsmobils auf dem Wochenmarkt war dies Thema beim Gespräch mit den Lesern. Nun schalten sich auch Mendens Grüne in dies Diskussion ein.

Deren Vorsitzende Ingrid Ketzscher begrüßt ausdrücklich, dass die WP das Thema in den Fokus gerückt hat: „Für die Menschen in Menden und die Attraktivität unserer Stadt ist die Anbindung an die Metropolen bedeutsam. Ob wir bequem, schnell und bezahlbar die Schule, die Uni, den Arbeitsplatz oder Freizeitorte auch außerhalb von Menden erreichen können, bestimmt einen Teil unserer Lebensqualität.“

Nicht jeder Mensch könne, dürfe oder möge Auto fahren. „Alle haben aber einen Anspruch auf Mobilität. Deshalb gilt es, den ÖPNV zu stärken.“ Für Menden sei hierbei das einleuchtendste Beispiel dafür die Anbindung an Dortmund. Nach Ansicht der Mendener Grünen ist das auch keinen Utopie: „Eine schnelle Bahndirektverbindung ist möglich. Das haben die Sonderfahrten mit der Oesetalbahn gezeigt: In 30 Minuten ohne Umstieg von Menden bis in das Zentrum von Dortmund – damit liegt die Bahn klar vorn“, rechnete Ingrid Ketzscher vor. „Viele Bürger aus Menden und Hemer haben diesen Vorteil erkannt und die Sonderfahrten genutzt.“

Natürlich gehe es nicht nur darum, von hier aus andere Orte zu erreichen – vielmehr sei es für Menden und Hemer auch von Vorteil, wenn Tagesausflügler aus dem nahe gelegenen Ruhrgebiet die touristischen Möglichkeiten nutzen können. Ketzscher: „Während der Sonderfahrten haben sich zum Beispiel die Skater aus Dortmund begeistert gezeigt, weil sie so bequem und schnell das überregional bedeutsame Skategelände im Sauerlandpark erreichen konnten.“

Wenn sich Menden nicht vom Rest der Welt abschotten wolle, dann müsse sich die gesamte Stadt gemeinsam für bessere Verbindungen einsetzen: „Ein wichtiger und realistischer Schritt in diese Richtung wäre die Direktverbindung nach Dortmund. Deshalb hat sich der Mendener Rat geschlossen dafür ausgesprochen.“

 
 

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