Hämmer-Süd nimmt hohe Hürde

Menden..  Auf dem Weg zum Gewerbegebiet Hämmer-Süd haben Bürgermeister Martin Wächter und die Verwaltungsspitze offenbar eine hohe Hürde genommen: Die Bezirksregierung in Arnsberg stimmt der großen Investition der Stadt zur Erschließung der riesigen Fläche zu. Er habe nach Gesprächen in Arnsberg jetzt ein „positives Signal“ erhalten, erklärte Wächter am späten Dienstagabend vor rund 90 Mitgliedern des Initiativkreises Mendener Wirtschaft (IMW).

Sondersitzungen vorgesehen

Wächter selbst beziffert das Volumen, das auf die Stadt zukommt, mit 21 Millionen Euro. Allerdings hatte er zuletzt angedeutet, dass die Erschließung nicht in einem Zuge erfolgen müsse. Nicht wenige Politiker meinten dennoch, dass die Finanzaufsicht der weiterhin hoch verschuldeten Stadt im Stärkungspakt eine solche Investition nicht genehmigen würde.

Wächter geht jetzt fest davon aus: „Die Rückmeldung wird positiv sein. Das ist ein Meilenstein der Entwicklung.“ Die Entscheidung zu Hämmer-Süd fälle aber allein der Rat. Hier will Wächter noch vor der Sommerpause eine Sonderratssitzung einberufen, mit vorgeschaltetem Bauausschuss zur Klärung offener Fragen. Ob die Entscheidung noch vor den Sommerferien falle oder erst kurz danach, sei zweitrangig, sagte der Bürgermeister. Um eine positiven Entscheidung sei aber noch zu werben.

Zum Erfolg könne also auch der IMW beitragen, indem er sich für Hämmer-Süd einsetze. Ferner soll der Verband mit den Stadtwerken, Telemark, Wirtschaftsförderung oder Banken an einem „Ansiedlungspaket“ mit Produkten und Dienstleistungen für ansiedlungswillige Firmen mitwirken.

Schicksalsfrage

Rüdiger Scholz, IMW-Beiratsvorsitzender, appellierte an die Politik: Hämmer-Süd sei „eine Schicksalsfrage für die Stadt“. Bei 1500 potenziellen Arbeitsplätzen gehe es für Menden um die Zukunft seiner Unternehmen, um dauerhafte Mehreinnahmen und Zuzüge.

Die heutige Situation hatte der IMW-Vorsitzende Andreas Wallentin zuvor skizziert: „In den letzten Jahren mussten mangels passender Flächen Interessenten abgelehnt werden, die 100 000 Quadratmeter belegt hätten.“ Dies hätte 500 zusätzlichen Arbeitsplätze und einer Kaufkraft von acht Millionen Euro mehr entsprochen. Ohne Hämmer-Süd könnten dagegen angestammte Betriebe die Stadt verlassen, wenn Erweiterungen nicht mehr möglich sind.

 
 

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