Hämmer-Süd: „Ansiedlungspaket“ soll locken

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Menden..  Mit einem „Ansiedlungspaket“ sollen Unternehmen dazu bewegt werden, sich im künftigen Gewerbegebiet Hämmer-Süd niederzulassen. Mit dieser Neuigkeit überraschte Bürgermeister Martin Wächter die rund 300 Gäste des Stadtempfangs 2016 am Samstagmorgen in einer Werkhalle der Stadtwerke. Geschnürt werde das Paket, das sowohl heimische Unternehmen am Standort Menden halten wie auch Firmen nach Hämmer locken soll, gemeinsam von Stadtverwaltung, Wirtschaftsförderungsgesellschaft, dem Initiativkreis Mendener Wirtschaft und den heimischen Banken, berichtete Wächter. Er habe alle Beteiligten zu einem Workshop eingeladen. Dieses Vorgehen, das Hämmer-Süd zum Erfolg machen soll, könne auch beispielhaft für andere Bereiche werden.

„Verlässliche Entscheidungsbasis“

Der Bürgermeister ließ somit keinen Zweifel daran, dass zumindest die Stadtverwaltung an den Plänen für Hämmer-Süd festhält – ungeachtet hoher Erschließungs- und Entwässerungskosten und finanzieller Risiken, falls es weitere Steinzeitfunde bei den geplanten Sondierungen geben sollte. Aus diesen Gründen waren zuletzt starke Zweifel an der Herrichtung des größten Gewerbegebiets weit und breit aufgekommen, zumal die 15 Millionen Euro, die Menden investieren müsste, erst noch von der Finanzaufsicht in Arnsberg zu genehmigen sind.

Die Entscheidung zu Hämmer soll indes noch vor der Sommerpause fallen, kündigte Wächter an. Bis dahin werde die Verwaltung den politischen Entscheidungsträgern „eine verlässliche Grundlage“ vorlegen. Auch damit korrigierte der Bürgermeister bisherige Aussagen der Verwaltungsspitze, wonach es gar keine Verlässlichkeit geben könne, weil Funde, von denen man heute noch nichts wissen kann, die weiteren Kosten bestimmen. Wächter machte dem Publikum, in dem sich viele Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft und Finanzwelt, Kirchen, Hilfsverbänden und Sportvereinen befanden, vielmehr deutlich, was ein so großes Projekt der Stadt Menden langfristig bringen könnte: „Wir erhalten mehr Arbeitsplätze, mehr Neubürger, die mit ihren Unternehmen nach Menden ziehen, und höhere Steuereinnahmen für die Kommune.“

Für die Themen dieses Jahres – Wächter nannte noch das Bürgerhaus, das Gutsmuseum Rödinghausen, die Sanierung der Fußgängerzone und die Feuerwehr-Gerätehäuser in den Ortsteilen – warb der Bürgermeister für einen „offenen Diskussionsprozess“ und eine gepflegte Streitkultur.

Werbung für Sachlichkeit

„Jedem sollte eine andere Meinung zugestanden werden, ohne dass man ihm von vornherein den guten Willen abspricht.“

Viel Lob fand Wächter für das ehrenamtliche Engagement, wobei diesmal die Flüchtlingsarbeit im Mittelpunkt stand (siehe Infobox).

 
 

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