Griechische Gemeinde feiert Osterwassser-Bräuche

Menden..  Es soll ein buntes, ein internationales Fest am Ufer der Hönne werden. Und es soll zugleich Auftakt sein zu einer Veranstaltung, zu der die griechisch-orthodoxe Gemeinde Menden künftig jedes Jahr einladen möchte. Die Premiere findet am Sonntag, 12. Mai, an der Heilig-Kreuz-Kirche statt – eine Woche nach dem griechischen Osterfest.

Die griechisch-orthodoxe Gemeinde Menden zählt mehr als 1000 Mitglieder, viele von ihnen kommen aus den umliegenden -Städten in die Hönnestadt. Mit der Heilig-Kreuz-Kirche hat die Gemeinde eine feste Heimat für regelmäßige Gottesdienstfeiern gefunden. Und die Umgebung gab schließlich auch den Ausschlag, das Kirchenfest dort zu feiern. „Einen solchen Ort findet man in anderen Städten nicht“, sagt Gemeindemitglied Dr. Vasilios Germotsis. Denn die Nähe zum Fluss passe bestens zum Thema, das im Mittelpunkt der Festes stehen wird: die Osterwasser-Bräuche.

Kinder tragen landestypische Trachten

Dr. Filotheos Maroudas, Pfarrer der griechisch-orthodoxen Gemeinde, hat festgestellt: Es gibt sehr viele Ähnlichkeiten, wie diese Bräuche in Griechenland und Deutschland begangen werden. Kinder werden sie deshalb am 12. Mai darstellen und als Symbol der Gemeinschaft griechische und deutsche Trachten tragen. Warum vor allem die Mädchen am Ostermorgen zu den Wassern gegangen sind und was sie ins Wasser geworfen haben? Warum sie Wasser mitgenommen haben und bis Zuhause nicht sprechen durften? Diese und weitere Fragen zu den Osterwasser-Bräuchen sollen während der Darstellung beantwortet werden.

Für ihren Festtag hofft die Gemeinde auf zahlreiche Besucher. „Alle sind willkommen“, erklärt Dr. Vasilios Germotsis. Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden sind bereits eingeladen worden, ebenso wie Bürgermeister Volker Fleige, der die Feier um 13 Uhr mit einem Grußwort eröffnen wird. Einen großen Dank richtet die griechisch-orthodoxe Gemeinde an Pfarrer Bernhard Brackhane. Vor seinem Weggang aus Menden im Sommer wollen die Mitglieder ihn am 12. Mai noch besonders ehren. „Er hat uns in der Vergangenheit sehr unterstützt“, sagt Dr. Vasilios Germotsis.

Griechische Live-Musik und Tanz – Gäste können bei Interesse selbst erste Schritte lernen – folgen im Anschluss. Serviert werden Osterlamm und weitere Speisen, die speziell zum Osterfest zubereitet werden. Die griechisch-orthodoxe Gemeinde möchte möglichst vielen Gästen ihre Kultur nahe bringen und zeigen: Wir haben vieles gemeinsam. Dr. Germotsis: „Wir möchten ein multikulturelles Fest feiern. Das ist uns einfach sehr wichtig.“

Mehr zu diesen Feierlichkeiten wird der Archimandrit Dr. Filotheos – Pfarrer der griechisch-orthodoxen Gemeinde – in einem späteren Interview ausführlich erläutern.

 
 

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