Gas preiswerter, Strom stabil

Stadtwerke FröndenbeGaspreise sinken, Strompreise bleiben stabil: (von links:) Aufsichtsratsvorsitzender Gerd Greczka, Geschäftsführer Bernd Heitmann, Thomas Seitz (Marktforschungsunternehmen TSM) und Vertriebsleiter Michael Freitag Foto:Corinna Schutzeichel
Stadtwerke FröndenbeGaspreise sinken, Strompreise bleiben stabil: (von links:) Aufsichtsratsvorsitzender Gerd Greczka, Geschäftsführer Bernd Heitmann, Thomas Seitz (Marktforschungsunternehmen TSM) und Vertriebsleiter Michael Freitag Foto:Corinna Schutzeichel
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Die Stadtwerke Fröndenberg haben an der Preisschraube gedreht – zum Vorteil der Kunden. Die Gaspreise werden zum 1. Januar erneut sinken.

Fröndenberg..  Gute Nachrichten für viele Verbraucher: Die Stadtwerke Fröndenberg senken die Gaspreise, die Strompreise bleiben stabil. Das verkündeten gestern Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Heitmann, Aufsichtsratsvorsitzender Gerd Greczka und Vertriebsleiter Michael Freitag.

Gas

Die Gaspreise sind bereits zum 1. Januar 2016 um zehn Prozent gesenkt worden, zum 1. Januar 2017 senken die Stadtwerke erneut die Preise – je nach Tarif um 5 bis 5,4 Prozent (minus 0,357 Cent netto pro Kilowattstunde). Ein Haushalt, der 20 000 Kilowattstunden verbraucht, spart damit jährlich circa 70 Euro brutto. Auch Kunden, für die sich die Preissenkung dank eines früher vereinbarten Festpreistarifs eigentlich nachteilig auswirken würde, sollen bei einer entsprechenden Vertragsverlängerung von den niedrigeren Preisen profitieren. Der Gaspreis soll das komplette Jahr 2017 stabil bleiben.

Strom

Obwohl die EEG-Umlage steigt, bleibt der Strompreis der Stadtwerke Fröndenberg stabil. „Wir können die Kostensteigerung durch die Bezugskostensenkung auffangen“, erklärt Bernd Heitmann.

Umfrage

Wie zufrieden sind die Fröndenberger eigentlich mit den Stadtwerken? Das wollte der Energieversorger wissen und beauftragte nach 2009 und 2011 zum dritten Mal ein Marktforschungsunternehmen mit einer repräsentativen Kundenumfrage. Das Ergebnis: 80 Prozent der Kunden sind zufrieden mit den Stadtwerken, allerdings sollen Kundeninformation und Kommunikation ausgebaut werden. „Im Wettbewerb ist es wichtig zu wissen, wo wir stehen und wie uns unsere Kunden sehen“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Heitmann. „Besser wird man nur, wenn man seine Schwächen kennt“, fügt Aufsichtsratsvorsitzender Gerd Greczka hinzu.

Im Sommer hat das Marktforschungsunternehmen TSM 305 Fröndenberger befragt. Jedes Telefoninterview dauerte etwa 15 bis 20 Minuten. „Wir sind dankbar, dass sich die Kunden die Zeit genommen haben“, sagt Bernd Heitmann.

Dabei basiert die Zahl der Angerufenen auf dem Zufallsprinzip: Für ein Telefoninterview mussten im Schnitt 15 bis 20 Menschen angerufen werden, „bis dann einer Ja sagt“, berichtet Thomas Seitz vom Ludwigshafener Marktforschungsunternehmen TSM, das die Umfrage auch schon 2009 und 2011 durchgeführt hatte.

Die Ergebnisse

Image, Kundenzufriedenheit, Loyalität der Kunden, Preiswahrnehmung und Kontakterfahrung waren die Haupt-Kriterien, die untersucht wurden. Auch ein möglicher Wechsel eines Kunden zu einem anderen Anbieter sei ein Thema gewesen. „Die Ergebnisse sind insgesamt sehr gut ausgefallen“, sagt Thomas Seitz. Das gelte sowohl im Vergleich zu den beiden früheren Befragungen als auch im Vergleich zu anderen Energieversorgern.

95 Prozent der Kunden seien mit der Versorgungssicherheit zufrieden. Sehr positive Rückmeldungen gab es auch von den Kunden, die in den zwölf Monaten vor der Befragung Kontakt zu den Stadtwerken hatten: 90 Prozent äußerten sich zufrieden zu den Fragen Kundenfreundlichkeit, Vertrauenswürdigkeit und Fairness. „Echte Unzufriedenheit ist relativ selten“, bilanziert Thomas Seitz.

Verbesserungspotenzial

Und wo gibt es Verbesserungspotenzial? Viele Kunden nehmen das soziale Engagement der Stadtwerke nicht wahr. „Wir unterstützen beispielsweise Schützenvereine oder Sportvereine, aber kommunizieren das nicht so transparent“, erklärt Bernd Heitmann. Die Wahrnehmung des sozialen Engagements „erfolgt nicht in der Breite, wie sich die Geschäftsführung das wünscht“. An diesem Punkt soll gearbeitet werden.

Konkurrenz

68 Prozent der Fröndenberger Stadtwerke-Kunden sagen laut der Umfrage, dass sie „sehr wahrscheinlich“ oder „ganz sicher“ bei den Stadtwerken bleiben wollen. „Schlecht wäre ein Wert von unter 50 Prozent“, so Thomas Seitz’ Einschätzung. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter, der über Internet-Vergleichsportale mit Ersparnissen bei Strom und Gas lockt, ist dennoch ein Thema. Hier setzen die Stadtwerke auch auf die Loyalität der Fröndenberger zu ihrer Stadt: Ob die Löhnbad-Finanzierung, die Weihnachtsbeleuchtung, die Jahresausschüttung von 475 000 Euro in den kommunalen Haushalt, soziales Engagement für Vereine – „das macht sicher kein überregionaler Versorger“, sagt Vertriebsleiter Michael Freitag.

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