Firma VTI investiert rund zwei Millionen Euro

Holger Rohrer, Geschäftsführer VTI. Foto: Martina Dinslage
Holger Rohrer, Geschäftsführer VTI. Foto: Martina Dinslage
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Seit fast einem halben Jahr ist er neuer Geschäftsführer der beiden Firmen VTI Ventil Technik und VTI Automotive: Holger Rohrer (43) will das Unternehmen, das einst aus der R&G Schmöle hervorgegangen ist, wieder wachsen lassen. „In diesem Jahr investieren wir zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro in Maschinen und Produktionsabläufe, um die Effizienz zu steigern“, sagt er. Noch in diesem Monat soll eine weitere Maschine für die Produktion angeliefert werden.

Menden.. Seit fast einem halben Jahr ist er neuer Geschäftsführer der beiden Firmen VTI Ventil Technik und VTI Automotive: Holger Rohrer (43) will das Unternehmen, das einst aus der R&G Schmöle hervorgegangen ist, wieder wachsen lassen. „In diesem Jahr investieren wir zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro in Maschinen und Produktionsabläufe, um die Effizienz zu steigern“, sagt er. Noch in diesem Monat soll eine weitere Maschine für die Produktion angeliefert werden.

Derzeit sucht das Unternehmen mit seinen 130 Mitarbeitern noch zwei Ingenieure für Produktentwicklung. „Der Standort Menden wird ausgebaut, von hier aus gehen die Produkte in die Welt. Unter gleichbleibenden Umständen werden wir keine Mitarbeiter entlassen“, sagt Holger Rohrer. An der Iserlohner Landstraße wird entwickelt, produziert, montiert und geprüft.

Umorganisation des Unternehmens

Eine wichtige Veränderung ist für Holger Rohrer die Umorganisation zu einer wirkungsvollen Struktur: „Wir haben das Unternehmen von einer nicht mehr zeitgerechten zentralen Organisation auf eine dezentrale Organisation umgebaut. Kundennutzen und Innovation sind Teil der Firmenphilosophie.“

Derzeit gibt es fünf Geschäftsfelder, die sich auf die unterschiedlichen Märkte konzentrieren: VTI produziert Ventile für die Bereiche Automobil, Medizintechnik, Löschanlagen, Atemschutzanwendungen, technische und aggressive Gase sowie Rein- und Sondergase. Mendener Feuerwehrmänner tragen VTI-Ventile auf dem Rücken, verbaut im Atemschutz. Auch in Krankenhäusern werden Druckminderer eingesetzt, beispielsweise in zentralen Luftzuleitungen. Außerdem stecken die Ventile in Fahrzeugen, die auf Erdgas umgerüstet worden sind.

Der Geschäftsführer will die Mitarbeiter „fördern und fordern“. Er schaut regelmäßig in der Produktion vorbei, um mit den Mitarbeitern zu sprechen. Diese offene, ehrliche Art der Unternehmenskultur will er ausbauen, zum selbstständigen Arbeiten und Entscheiden seiner Mitarbeiter ermuntern. Das war nicht immer möglich: Im Jahr 2009, zur großen Wirtschaftskrise, hatte das Unternehmen Kurzarbeit angemeldet.

Holger Rohrer, der aus dem Schwarzwald stammt, hat bereits in großelterlichen und verwandtschaftlichen Dreherei-Betrieben nicht nur das technische Handwerk kennen gelernt. „Ich kann mich mit den Drehern über ihre Arbeitsvorgänge unterhalten“, will der 43-Jährige als praxisnaher und anpackender Geschäftsführer wahrgenommen werden.

Rohrer hat in früheren Tätigkeiten bereits Firmen in China, Russland und Indien betreut. Diese Märkte sieht er mit Deutschland und Europa zukünftig als wichtigste Abnehmer für die Produkte „Made in Menden“. Derzeit steht das Unternehmen in verschiedenen Kontinenten vor Vertragsabschlüssen. Beispielsweise werden Taxen von Benzin auf Gas umgerüstet werden, auch mit Hilfe der Mendener Ventile.

Fachkräftemangel

Doch auch bei VTI macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar. Es werde immer schwieriger, geeignete Auszubildende zu finden. „Wir brauchen Menschen, die logisch und mit gesundem Menschenverstand denken und arbeiten können“, sagt Rohrer. „Die gibt es nicht mehr um die Ecke.“ Sieben Auszubildende, drei von ihnen kommen zum Sommer, lernen derzeit im kaufmännischen und im handwerklichen Bereich von VTI.

Für die Mendener Firma sind Auftritte bei Fachmessen weiterhin wichtig, sie präsentiert sich unter anderem im November bei der Medica in Düsseldorf. „VTI gehört zu den internationalen Marktführern im Bereich Ventiltechnik“, sagt Geschäftsführer Holger Rohrer. Dieser Erfolg soll künftig weiter ausgebaut werden.

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