Feuerwehr aus drei Städten bei Kleinbrand in Fröndenberg

Die Mendener Feuerwehr landete zuerst auf dem Radweg in den Ruhrwiesen.
Die Mendener Feuerwehr landete zuerst auf dem Radweg in den Ruhrwiesen.
Foto: WP
Gleich drei verschiedene Feuerwehren aus Menden, Fröndenberg und Wickede rückten zu einem brennenden Kaminholzstapel am Bootshaus des Kanuclubs Wickede nach Fröndenberg aus. Es war nicht klar, in welchem Ort es wirklich brennt. Nicht zum ersten Mal machte die Zuordnung Probleme.

Fröndenberg/Menden/Wickede..  Die Mendener Feuerwehr landete gestern Morgen mit dem Löschzug mitten im Grünen – auf der Zabel-Radwegroute. Dort sollte es brennen. Die Flammen sahen die Retter am Horizont auf der anderen Ruhrseite. Erst gut 20 Minuten später war ein erstes Fahrzeug dann schließlich am Brandort. Neben dem Bootshaus des Kanuclubs Wickede brannten Kaminhölzer lichterloh. Zum Löschen waren letztendlich Kräfte aus drei Landkreisen im Einsatz. Viel Aufwand, aber kein Einzelfall, wenn Anrufer keinen konkreten Ort melden.

Lieber zu viele als zu wenige Retter

„Derjenige, der den Brand meldet, weiß nicht unbedingt in welcher Stadt es brennt“, sagt Polizeisprecherin Ute Hellmann aus dem Kreis Unna. Im konkreten Fall hatten besorgte Anwohner um kurz vor acht Uhr sowohl in Fröndenberg als auch in Menden und Wickede Feuer gemeldet. Zum Teil wichen die Meldungen massiv voneinander ab. Bei der Mendener Feuerwehr ging zum Beispiel eine Meldung über einen vermuteten Wohnhausbrand in Brockhausen/Dahlsen ein. Das war Grund genug, Sirenenalarm auszulösen. „Im Ernstfall geht es um Leben“, sagt auch Polizistin Ute Hellmann.

Gestern war die Verortung besonders kniffelig. Der KanuclubWickede befindet sich direkt am Kraftwerk auf der Fröndenberger Ruhrseite. Dort bildet die Ruhr die Stadtgrenze zwischen Menden und Fröndenberg. Nur wenige Meter östlich beginnt Wickede. Fast genau an dieser Stelle hatte es bei dem dramatischen Absturz eines Kleinflugzeugs im August 2013 schon Verwirrung um die Ortsgrenzen gegeben. Auch damals rückten alle gemeinsam aus. Aus Polizeisicht gibt es kaum Verbesserungsmöglichkeiten. Letztlich müssen sich die Einsatzkräfte auf ihre Augen verlassen. Wenn dann der genaue Einsatzort feststeht, übernehmen die jeweils zuständigen Kollegen. So funktioniere es auch bei Notrufen, die in der falschen Kreisleitstelle auflaufen. „Je nachdem, in welcher Funkzelle sich ein Anrufer gerade befindet, wird er auch zugeordnet“, sagt Hellmann. Der Fall werde trotzdem aufgenommen, auch wenn ein Mendener in Unna lande und dann ohne Zeitverzug entsprechend weitergeleitet.

10 000 Euro Schaden

Auch beim Kanuclub ist das Problem bekannt. Dort hat man aber ganz andere Sorgen. Es seien mehrere Boote, die in einem benachbarten Container gelagert wurden, in der Hitze angeschmolzen, sagt die Vorsitzende Elke Gröhling. „Man muss von einem Totalschaden ausgehen. Der Schaden betrage wohl gut und gerne 10 000 Euro. Die Kanu-Freunde räumen jetzt auf – ganz alleine.

 
 

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