Durch Tunnel und über Hindernisse

Das Finale der Deutschen Vereinsmeisterschaften im Agility fand am Wochenende am Bessemer Weg statt.
Das Finale der Deutschen Vereinsmeisterschaften im Agility fand am Wochenende am Bessemer Weg statt.
Foto: WP

Lendringsen..  Mit Feuereifer jagten 270 Hunde durch Tunnel und über Hindernisse. Menden öffnete nun schon zum zweiten Mal die Tore für die 41 Mannschaften, die es in das Finale der Deutschen Vereinsmeisterschaften im Agility geschafft haben.

Das ganze Wochenende über fand auf dem Gelände der Hundefreunde Menden das große Finale statt. Um sich für das Zusammentreffen der besten Agility-Vereine zu qualifizieren, fanden im Voraus bereits Wettkämpfe statt, in denen die jeweils drei besten Teams in das Finale einzogen. Das Mendener Team „Mannis Stürmer“, bestehend aus Sabine Fischer, Ilona Krufczyk, Stefanie Müller, Ute Reich, Manfred Lingnau und Lukas Paetzel, setzte sich im Ruhr Cup gegen 20 andere Vereine durch und sicherte sich so seine Teilnahme am Finale. In diesem trifft nun eine Konkurrenz aus ganz Deutschland aufeinander. So auch die Titelverteidiger aus dem letzten Jahr, die „Mad Terrier Jumpers“ aus Dorsten.

Alle Leistungsklassen vermischt

Die Veranstaltung, eine Initiative des Richters Manfred Spiegel, unterscheidet sich von den üblichen Agility-Wettkämpfen dadurch, dass hier alle Leistungsklassen vermischt sind. Von Anfängern bis zu den Profis, alle Hunde treten in gemeinsamen Teams an. „Die Vereinsmeisterschaften stärken sehr den Vereinsgeist und erzeugen ein unglaubliches Gemeinschaftsgefühl, mehr als bei anderen Veranstaltungen, wo jeder für sich alleine kämpft“, erklärt Daniela Ronzon-Simon von den Hundefreunden.

Ziel eines Laufes ist es, den ungefähr 120 Meter langen Parcours in einer geringen Zeit mit möglichst wenigen Fehlern zu bewältigen. „Die Regeln sind denen im Reitsport sehr ähnlich“, sagt Daniela Ronzon-Simon. Der Hund bewältigt den Parcours ohne Leine und überwindet mit Anweisungen des Hundeführers über Stimme und Körpersprache die Hindernisse, bestenfalls in der richtigen Reihenfolge. Als Fehler werden heruntergerissene Stangen oder verweigerte Hindernisse gezählt. Zur sofortigen Disqualifikation führt die Auslassung eines Hindernisses oder wenn dieses in der falsche Reihenfolge genommen wird.

Menden war gar nicht als erster Veranstaltungsort in diesem Jahr angekündigt worden. Da allerdings der Wettkampf am eigentlichen Standort nicht ausgetragen werden konnte, erklärte sich das Agility­Team aus Menden spontan dazu bereit, das Finale der Deutschen Vereinsmeisterschaften auf den Hundeplatz am Bessemer Weg zu verlegen. Ansonsten hätte es nicht stattfinden können. „Wir haben vor sechs Jahren schon einmal erfolgreich ein Finale ausgerichtet“, so Daniela Ronzon-Simon.

Mit Hilfe von befreundeten Hundevereinen organisierten die Hundefreunde so in kürzester Zeit die Veranstaltung. Daniela Ronzon-Simon lacht: „In ganz Menden wird bestimmt kein freies Zimmer mehr zu bekommen sein.“

Die Pokale überreichte Bürgermeister Fleige, der sich schon auf die nächste Meisterschaft in Menden freut.

 
 

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