Dostojewski und die Frage nach der Existenz des Menschen

Menden.  Die Mendener Schaubühne präsentiert am morgigen Donnerstag um 20 Uhr die Lesung „Fjodor Dostojewski: Der Großinquisitor“ im Theater Am Ziegelbrand. Es lesen Volker Fleige und Klaus Ullrich.

Fjodor Michailowitsch Dostojewski gilt neben Tolstoj als bedeutendster russischer Dichter. Sein Werk ist geprägt, durch existentielle und religiöse Fragen: Der Sinn des Leidens, die Frage nach Gut und Böse und besonders sein Verhältnis zu Jesus und der Gottesfrage beschäftigen ihn. Nach Vollendung seines vielleicht größten Romans „Die Brüder Karamasow“ blieb ihm nicht mehr viel Zeit. Im Alter von 59 Jahren starb er am 9. Februar 1881 in St. Petersburg an den Folgen eines Blutsturzes.

„Der Großinquisitor“

„Der Großinquisitor“ ist ein Kapitel aus dem gerade erwähnten großen Roman „Die Brüder Karamasow“, der als Dostojewskis innere Biographie gilt. Der Roman ist geprägt von einer radikalen Theologie, die sich den Aporien der Gottesfrage und – damit verbunden – der Existenz des Menschen stellt. Eigentlich nur ein Kapitel aus einem Roman, hat die Erzählung aber eine solche Dichte, dass sie auch für sich stehen kann.