Dieser Frühling lässt alle strahlen

Hingucker Nummer eins: Falkner Ari Scholz mit dem Wanderfalken Isolde lockt die Gäste hinter die Kirche. Isolde ist der „schnellste Vogel der Welt“.
Hingucker Nummer eins: Falkner Ari Scholz mit dem Wanderfalken Isolde lockt die Gäste hinter die Kirche. Isolde ist der „schnellste Vogel der Welt“.
Foto: WP

Menden..  „Der Mendener Frühling wird eine der Top-Veranstaltungen in Menden – wenn er das nicht schon ist“, sagt der Werbegemeinschafts-Vorsitzende Ulf Schulte-Filthaut am Sonntagabend, als die ersten Stände schließen. Das erste Resümee des Veranstalters teilen auch die Anbieter am besonders stark gewachsenen Mittelaltermarkt uneingeschränkt. Vor allem beim Prachtwetter am Sonntag gibt es viele zufriedene Gesichter unter den Passanten zu sehen – „und das ist es, was wir wollen: Leute in die Stadt ziehen und ihnen etwas bieten“, sagt Schulte-Filthaut.

Auch wenn es noch keine konkreten Umsatzzahlen geben kann: Schulte-Filthaut ist auch sicher, dass die Geschäfte am verkaufsoffenen Sonntag von den hervorragend besuchten Einkaufsmeilen profitiert haben: „Wenn die Stadt voll ist, dann geht es auch den Geschäften gut.“

Alle Markt-Anbieter wollen auch im nächsten Jahr wieder dabei sein, berichtet der Vorsitzende der Mendener Werbegemeinschaft. Einen so großen Sprung wie zum letzten Mal – die doppelte Zahl an Mittelalterständen – soll es aber nicht mehr geben: „Wir wollen gesund weiter wachsen“, gibt Schulte-Filthaut die Losung aus.

Kanufahrer auf dem Mühlengraben

Es war viel Seltsames zu sehen an diesem Wochenende: Kanufahrer auf dem Mühlengraben am Wasserrad oder Folterinstrumente, von denen er nur hoffen könne, dass niemand sie benutzt habe, schmunzelte Schulte-Filthaut. Mehr als 120 Stände, gut 50 davon im Mittelalterstil, zeigten sich auch im kulinarischen Teil ausgefallen und ideenreich.

Neben dem bestens besuchten Mittelaltermarkt war das Zeltlager des Trapper- und Indianerclubs Redwhiteinside auf der Hönneinsel ein Anziehungspunkt für die Familien. Die Trapper hatten seit Freitag die Nächte zwischen Mühlengraben und Hönne verbracht. Jens Kölker nahm Kinder mit auf eine Kanutour über den Mühlengraben oberhalb des Wasserrades. Wie es sich für Naturfreunde gehört, hatte die Trapper-Truppe auch noch aufgeräumt. Kölker und seine Freunde hatten den Müll demonstrativ aufgetürmt und wiesen mit Schild darauf hin, dass sie den Müll aufgelesen hatten. „Nicht, dass hinterher noch jemand denkt, wir hätten das entsorgt.“

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