Der „Brummi-Bob Menden“ ist startbereit für Streetbob-WM

Foto: Volker Hartmann/WAZ FotoPool
Sieben Mal werden sie noch wach, dann ist der Tag der Weltmeisterschaft: Das „Brummi Bobteam Menden“ ist bereit, in seiner knallig gelbgrünen Seifenkiste in drei Läufen gegen 20 Konkurrenten aus allen WP-Städten anzurollen.

Menden/Winterberg.. Alexander Treese und seine Jungs sind optimistisch: Die Probefahrt war rasant genug. „Wir haben uns erschreckt, wie schnell der Streetbob ist“, schmunzelt Matthias Schwantge. Radoslaw Wasilewski zeigt das Video von der Teststrecke in Schwitten: Sie haben nicht untertrieben.

Dabei hatten die Treese-Werker erst zu viel des Guten gemacht und die Achsen unter die Bodenplatte gelegt. „Wir sind Logistiker und haben logisch gedacht“ – nur war das nicht erlaubt. Also wurde wieder ummontiert, und die zweite Abnahme bestand der gelbgrüne Blitz mit Glanz und Gloria.

Todschick sieht der Brummi-Bob obendrein aus: Vorne mit Frontspoiler für den Anpressdruck, hinten mit Doppelauspuff, dazu aufgeklebten Alufelgen. „Wir hatten auch überlegt, ein Motorengeräusch vom Band einzubauen“ – als Streetbobfahrer muss man verrückt sein. Die Nummer 78 trägt der Bob, weil es das Gründungsjahr der Firma ist.

Und weil Rennfieber ansteckt, bekamen die Treese-Jungs auch Unterstützung vom Nachbarn: Michael Hermes vom Fahrzeugbau nebenan wird das Team am kommenden Samstag mit einem kompletten Werkstattwagen begleiten. Falls mal was kaputtgeht, wird der Brummi-Bob, gefahren von Stephan Treese, sofort wieder startklar gemacht.

Hermes wird nicht der einzige Schlachtenbummler bleiben: „Wir chartern einen Bus für 50 Mitarbeitern und ihre Familien“, kündigt Alex Treese an. Gegen weitere Zuschauer aus Menden wäre auch nichts einzuwenden, zumal es noch die „Bobcops“ gibt. Deren fast fertige schwarze Zigarre stellen wir in Kürze ebenfalls ausführlich vor. Und für Treeses war’s eine Frage der Mendener Solidarität, dass sie den Cop-Bob der Polizeiwache Menden huckepack mit nach Winterberg nehmen.

EURE FAVORITEN