Debatte um die Fußgängerzone

Menden..  Die Debatte kommt in Gang: Nach dem überraschenden Nein einer Mehrheit der Werbegemeinschaft Menden zum geplanten neuen Belag der Hauptstraße (die WP berichtete) meldeten sich gestern die ersten Befürworter zu Wort. Andreas Wallentin und Hermann Niehaves, selbst Einzelhändler und Vorstände des Initiativkreises Mendener Wirtschaft IMW, sehen die Haltung des Händlerverbandes als falsch und die Argumente als „unglücklich“ an.

Angst vor Baustellen unbegründet

Damit zielen die IMW-Verantwortlichen vor allem auf den Vergleich zu kaputten Straßen wie dem Hüingser Ring ab. Dagegen, so hatte es der Werbegemeinschafts-Vorsitzende Frank Oberkampf erklärt, sei die Hauptstraße als Einkaufsmeile noch völlig intakt, und es werde dem Bürger kaum zu vermitteln sein, warum hier der Belag erneuert werden soll, am Hüingser Ring aber nicht. Niehaves: „Das sind zweckgebundene Fördermittel. Da ist es nicht in Ordnung, so zu argumentieren.“ Das Geld für die Fußgängerzone würde eben nicht in andere Straßen in Menden fließen, sondern in ähnliche Projekte anderer Städte.

Unbegründet sei die Angst vor einer Zwei-Jahres-Baustelle auf voller Länge, ergänzt Wallentin. „Wir schließen uns da voll und ganz Günter Kissing an, der als betroffener Händler an der Bahnhofstraße vor der Werbegemeinschaft bereits erklärt hat, dass es natürlich baustellenbedingte Einschränkungen gab, die aber hinnehmbar waren. Und mit der Verwaltung ist jederzeit über Widrigkeiten zu reden.“

Kissing habe auch zurecht gefragt, ob es nicht merkwürdig anmuten werde, wenn vom alten Rathausplatz über die Bahnhofstraße, die Hoch- und Kirchstraße bis zur Unnaer Straße alles saniert sei, ausgerechnet die Hauptstraße als zentrale Einkaufsmeile aber nicht.

„Das ist im Ganzen zu sehen. Und wenn, wie Frank Oberkampf und wir fest glauben, das Nordwallcenter Ende 2018 steht, sollte nicht die nächste Baustelle in der Innenstadt aufgemacht werden müssen. Wie lange soll das denn gehen?“

Niehaves ist zudem sicher: „Die Stadt Menden allein könnte das später ohne Fördermittel gar nicht bezahlen.“ Darauf, dass die Gelder bereits genehmigt sind, machte Bau-Fachbereichlsiter Frank Wagenbach aufmerksam (Infobox).

 
 

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