CDU und GAL bleiben bei Nein zu Gleisabbau

Bahnstrecke Menden-Hemer.
Bahnstrecke Menden-Hemer.
Foto: WP

Menden..  CDU und Grün-Alternative Liste bleiben bei ihrem Nein zu einem sofortigen Gleisabbau auf der Bahnstrecke Menden-Hemer. In inhaltlich fast gleichlautenden Erklärungen kontern sie die Kritik von Hemers Bürgermeister Michael Esken (WP berichtete). Beide Fraktionen sehen sich dabei auch als Hüterinnen der bisherigen Beschlusslage des Rates, der sich bislang immer für eine Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Schienenstrecke Menden-Hemer ausgesprochen habe.

„Genau aus diesem Grund hat der Mendener Rat bereits vor einem Jahr beschlossen, über einen möglichen Schienenabbau erst dann zu entscheiden, wenn die Ergebnisse einer Potenzialstudie des Zweckverbands Schienenpersonenverkehr Ruhr-Lippe (ZRL) bezüglich der Chancen einer Realisierung der Strecke Hemer-Menden-Dortmund vorliegen“, so CDU-Fraktionschef Martin Wächter.. Diese Studie werden nun im Herbst gestartet, um auch Fragen des technischen Zustandes der Infrastruktur und der notwendigen Investitionen zur Reaktivierung zu beleuchten. Wächter: „Für die CDU-Fraktion hat eine Direktverbindung Menden-Dortmund oberste Priorität und eine solche Verbindung ist unter Einbezug des Teilstückes nach Hemer wahrscheinlicher.“

GAL-Ratsmitglied Andreas Salmen drückt es noch plastischer aus: „Der Mendener Rat hat seine alte Stellungnahme erneuert, die einfach gesagt lautet: Die Stadt Hemer kann mit der Eisenbahnstrecke machen was sie will, aber erst nachdem Fachleute dem Rat dargelegt haben, wie die Zukunft der Strecke aussieht.“ Diese Analyse sei bereits in maximal zwei Jahren abgeschlossen. Salmen: „Bevor man Fakten schafft, macht man sich schlau.“ Dies sei auch das Anliegen von Märkischem Kreis und Verbandsversammlung des Nahverkehrs Westfalen-Lippe. „Wenn Hemer vorher Fakten schaffen und gerade jetzt die komplette Eisenbahninfrastruktur abreißen will, wirkt dies weder besonnen noch gemeinwohlorientiert.“

 
 

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