Blitzeinschlag in Menden – Der stärkste Blitz seit 33 Jahren

Das getroffene Haus kurz nach dem Blitzeinschlag am Donnerstagnachmittag.
Das getroffene Haus kurz nach dem Blitzeinschlag am Donnerstagnachmittag.
Foto: Martina Dinslage
Es war der heftigste Blitz seit 33 Jahren in Deutschland. Am Donnerstag um 15 Uhr schlug er in Menden in einem Wohnhaus ein und verletzte einen Bewohner schwer. Mittlerweile ist der Mann außer Lebensgefahr. Das Haus jedoch ist einsturzgefährdet.

Menden. Es war ein Mega-Blitz, der am Donnerstagnachmittag ein Wohnhaus im Ortsteil Bösperde schwer beschädigt und sieben Menschen verletzt hat. Dem Blitz-Experten Reinhard Schüngel aus München zufolge hatte der Blitz eine Stromstärke von 330.000 Ampere – seit 33 Jahren sei kein Blitz dieser Größenordnung in Deutschland gemessen worden.

Während der Bewohner der völlig zerstörten Dachgeschosswohnung mittlerweile außer Lebensgefahr ist, gilt das Mehrfamilienhaus am Falkenweg 2 als einsturzgefährdet und vorerst nicht mehr betretbar. Die Bewohner konnten allerdings am Freitagmittag persönliches Hab und Gut herausholen. Viele sind bei Freunden untergekommen. Die Eigentümer des Hauses klären mit der Versicherung ab, wie es mit dem Gebäude weitergeht.

Der Blitzeinschlag am Donnerstag um 15 Uhr hatte einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Der Schwerverletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Bochumer Klinik transportiert. Auch Nachbargebäude wurden beschädigt, dort flogen Elektroleitungen aus den Wänden.

Außerdem schlug der Blitz bis in die Wasserrohre unter der Straße durch. An mindestens vier Stellen brachen die Leitungen. Die Stadtwerke Menden waren noch am Freitag mit den Reparaturarbeiten beschäftigt.

 
 

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