Bauherren und Gärtner sollten jetzt besonders auf Fledermäuse achten

Fledermaus, Artenschutz: Alle heimischen Fledermausarten stehen unter besonderem Artenschutz. Darauf weist die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Unna hin.
Fledermaus, Artenschutz: Alle heimischen Fledermausarten stehen unter besonderem Artenschutz. Darauf weist die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Unna hin.
Foto: Knüwer/Kreis Unna
Die fliegenden Säugetiere faszinieren auf schaurige Weise. Dabei ernähren sie sich von Insekten. Es gibt gute Gründe, warum sie unter Schutz stehen.

Fröndenberg/Unna.  Fledermäuse stehen unter besonderem Artenschutz. Sie verdienen derzeit noch mehr Aufmerksamkeit. Grund: Bis Ende Juli bringen die fliegenden Säugetiere ihre Jungen in sogenannten Wochenstuben zur Welt. Darauf weist die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Unna hin.

Die Kreisverwaltung appelliert an Bürger, die Quartiere der selten gewordenen Tiere zu erhalten. „Insbesondere bei Baumaßnahmen und Sanierungsarbeiten sollten Bauherren aufmerksam sein“, rät Kreis-Sprecherin Constanze Rauert.

Warum Insektizide eine Gefahr sind

Wichtig sei zudem, dafür zu sorgen, dass den Fledermäusen genügend Nahrung zur Verfügung steht. Die Tiere ernähren sich im Wesentlichen von Insekten – von Mücken bis Maikäfern. „Deshalb sollten Gärtner auf den Einsatz von Insektiziden verzichten, weil Fledermäuse diese zusammen mit den Insekten aufnehmen und daran sterben können“, fügt Kreis-Sprecherin Rauert hinzu.

In Fröndenberg sind Fledermäuse auf den Kiebitzwiesen in den Ruhr-auen beheimatet. Die Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) sieht es als eine ihrer Aufgabe, den Bestand der Tiere zu kartieren. Von den 24 Fledermausarten in Deutschland kommen 21 in NRW vor.

 
 

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