Band Caller will die eigene Meinung laut „ausrufen“

Band Caller aus Menden. Foto: privat
Band Caller aus Menden. Foto: privat
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Menden. Manchen ist sie vielleicht schon bekannt: die Band „Caller“ aus Menden, die vor einigen Monaten gegründet wurde. Sie besteht aus fünf jungen Männern. Die Musikrichtung ist „Melodic Hardcore“ und die Band trat bereits einige Male auf. Weitere Konzerte sind in Planung. Band-Mitglied Johannes Beckmann erzählt im Interview, wie viel Geld die Band für ihre erste EP ausgegeben hat und wo sie mit ihrer Musik hin will.

Wann kam es zur Gründung?

Etwa Ende 2011, ist also noch gar nicht so lange her, haben die vier anderen die Band gegründet. Befreundet waren wir aber schon davor. Anfang 2012 haben sie dann mich mit ins Boot geholt.

Wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen?

Zunächst haben wir uns überlegt, dass wir einen möglichst kurzen Bandnamen haben wollen, am besten nur aus einem Wort bestehend, damit dieser möglichst einprägsam ist. So kamen wir auf „Caller“, was übersetzt so etwas wie „Rufer“ heißt, und das passt eben besonders gut zu unserer Band, da unsere Texte unter anderem auch gesellschaftskritisch sind und wir unsere Meinung sozusagen durch unsere Songs „ausrufen“ wollen. Der Name gefiel uns einfach auf Anhieb.

Wo seid ihr bisher aufgetreten?

Wir haben schon in Osnabrück, in Büren und in Menden im Zentrum gespielt, wo wir unter anderem mit „Without Fire“ und „The Cold Harbour“ aus Großbritannien aufgetreten sind.

Wie seid ihr zu diesen Auftritten gekommen?

Manchmal durch Freunde und Bekannte oder auch durch andere Bands, mit denen die anderen vier bereits aufgetreten sind.

Wie viele Songs habt ihr bisher aufgenommen?

Netto sind es vier Songs, aber es werden noch weitere folgen.

Wer macht bei euch die Texte und wovon handeln sie?

Die Texte entstehen meist aus gemeinsamer Feder. Wir setzen uns dann zusammen hin und diskutieren darüber. Meist sind es Themen, die uns persönlich stören und beschäftigen und die wir dann in unseren Songs verarbeiten. Zum Beispiel geht es dabei um die eigene Hilflosigkeit bei dem Wunsch, Dinge zu verändern, oder die Tatenlosigkeit von anderen Menschen.

Wie entstehen eure Songs?

Zunächst konstruieren wir die Musik an sich, je nach Gefühl und Stimmung. Die Texte schreiben wir dann erst danach und passen sie der Stimmung der Musik an. Bei einem traurigen Song ist unser Text dann zum Beispiel etwas melancholisch. Wir proben ungefähr zwei- bis dreimal die Woche.

Wie viel Geld habt ihr bislang in die Band investiert und wofür habt ihr es ausgegeben?

Wir haben im eigenen Proberaum unsere Songs aufgenommen und diese dann für circa 400 Euro im Studio DPtone „mastern“ lassen. Das ist eine Endbearbeitung von Tonaufnahmen. Dafür sind wir einen Tag nach Dortmund gefahren, um den Sound der einzelnen Songs anzupassen und kleinere Fehler zu beheben. Das hat sich aber auch auf jeden Fall gelohnt. Unser Artwork – das Design unseres Logos und ähnliches – wurde von einem langjährigen Bekannten von mir entworfen, der das Designbüro Werk 13 betreibt.

Wen wollt ihr mit eurer Musik ansprechen? Die Musikrichtung Hardcore ist ja sicherlich nicht Jedermanns Sache...

Erst mal natürlich jeden, dem unsere Musik gefällt. Auf den Konzerten waren bisher überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene vertreten, aber insgesamt möchten wir eine breite Masse erreichen.

Wie sieht es mit eurer bisherigen Band-Erfahrung aus?

Lukas und Patrick haben vorher bei „Hooks & Livers“ gespielt und auch Filippo, Mark und ich waren vorher schon in mehreren Bands. Musik an sich machen wir alle schon seit vielen Jahren.

Was habt ihr so für die Zukunft geplant? Wo wollt ihr mal mit eurer Musik hin?

Wir haben erst vor Kurzem unsere EP fertig gestellt und die Veröffentlichung wird am 1. Juni sein. Diese kann man sich dann auch auf unserer Facebook-Seite kostenlos herunterladen. Eine Release-Show ist auch in Planung. Im Moment ist und bleibt es nur ein Hobby. Wo es uns hintreibt, steht in den Sternen. Aber natürlich ist eines unserer Ziele, zu größeren Konzerten mit mehr Zuschauern zu kommen. Wir haben immer Lust auf Konzerte und sind für alle Anfragen offen.

 
 

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