Auseinandersetzung mit der Vergangenheit

Menden..  Tief betroffen zeigten sich die Schüler des Rahel-Varnhagen-Kollegs Menden in der Gedenkstätte Dachau, die sie kürzlich unter Leitung von Dr. Gabriele Schulte besuchten. Als Führer durch die Gedenkstätte konnte der bekannte Sinti-Künstler und Aktivist Alfred Ullrich aus Dachau gewonnen werden, von dem zwei Onkel als Angehörige der Minderheit dort umgebracht wurden. Im „Kamel“ lud Pfarrer Klaus Schultz zu einem Gespräch ein.„Die Bevölkerung Dachaus war zunächst gegen die Errichtung einer Gedenkstätte, weil sie um die öffentliche Reputation des Ortes fürchtete.“

Beharrliche Arbeit

Durch beharrliche Arbeit hätten Bürgerrechtsgruppen jedoch eine Einstellungsveränderung bewirkt. Er berichtete, dass die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma 1980 mit einem Hungerstreik verschiedener Überlebender in Dachau begonnen habe. Die öffentliche Unterstützung und Finanzierung war bis 2006 dürftig. Erst seit 2006 hat sich die Erinnerungskultur als Form der Geschichtsbetrachtung durchgesetzt.

Pfarrer Klaus Schultz fand unter den in Dachau Ermordeten auch einen ehemaligen Mendener Bürger. Die Schüler wollen versuchen, das Schicksal dieses Mendener Opfers durch Recherche im Stadtarchiv zu klären.

 
 

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