An Weihnachten steigt die Zahl der Polizeieinsätze

Weihnachten ist nicht für alle das Fest der Liebe, in der Zeit steigt die Zahl der Polizeieinsätze.
Weihnachten ist nicht für alle das Fest der Liebe, in der Zeit steigt die Zahl der Polizeieinsätze.
Foto: dpa
Das Fest der Liebe ist auch das Fest der Hiebe. Rund um Weihnachten hat die Polizei oft alle Hände voll zu tun. Anlass dafür sind Vergehen aller Art – auch häusliche Gewalt.

Menden.. Das Fest der Liebe ist auch das Fest der Hiebe. 855 Einsätze hat die Polizei im Märkischen Kreis im vergangenen Jahr zwischen dem 23. und 26. Dezember verzeichnet; 99 davon in Menden. Im Jahr 2011 waren es 710 Einsätze kreisweit und 86 in der Stadt. Anlass dafür sind Vergehen aller Art – auch häusliche Gewalt.

7000 Einsätze verzeichnet die Kreispolizei im Jahresmittel jeden Monat. Mit 12 Prozent von diesem Durchschnitt geht es an den Weihnachtsfeiertagen also nicht ruhiger und friedlicher zu als sonst. „Das ist eher ein erhöhtes Aufkommen“, bilanziert Dietmar Boronowski, Sprecher der Kreispolizeibehörde.

„Jeder muss auch etwas Zeit für sich haben.“

„Heiligabend ist die Stimmung noch beschaulich und besinnlich, am ersten Festtag steigt der Aggressionspegel und am zweiten fliegen die Fäuste“, beschreibt er den Verlauf der Feiertage. „Die Wünsche, die an das Weihnachtsfest gestellt werden, sind höher als an anderen Tagen. Und wenn sie sich nicht erfüllen, ist der Frust umso größer“, erklärt Stefanie Seppelt von der Frauenberatungsstelle im Märkischen Kreis, wo man Frauen berät, die häusliche Gewalt erfahren müssen.

Vor den Feiertagen gehe die Zahl der Anfragen um Hilfe bei der Frauenberatungsstelle zurück, erzählt sie. „Jeder hofft auf das Fest.“ Nach Weihnachten dann ziehe der Beratungsbedarf wieder an. Verschiedene Erwartungen an das Fest seien Gründe, warum es an Weihnachten manchmal zu Streit – auch ohne Handgreiflichkeiten – in Familien kommt, erklärt Antonella Giordano von der Familienberatung der Caritas in Menden.

Erwachsene zum Beispiel wollten, dass die Familie zusammen ist, und seien verärgert, wenn sich Kinder im Teenager-Alter zurückziehen. Eltern von Jugendlichen müssten sich klar machen, dass sich ihre Kinder langsam von zu Hause verabschieden. Sie dürften nicht starr an Traditionen festhalten, sondern sollten flexibler werden, rät Antonella Giordano: „Jeder muss auch etwas Zeit für sich haben.“

Eltern sollten sich Zeit nehmen

Und den Eltern jüngerer Kindern empfiehlt sie, sich die verschiedenen Ausgangspositionen vor dem Fest klar zu machen: Die Erwachsenen sind im Stress, die Kinder aber voller aufgeregter Vorfreude. „Für sie ist nicht wichtig, dass möglichst viele Pakete unter dem Baum liegen, sondern dass die Eltern sich auch die Zeit nehmen, ein neues Spiel gemeinsam auszuprobieren.“

 
 

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