A46 komplett „ins Loch legen“

Fordern die Grablegung der A46:  v.li. GAL-Fraktionsvorsitzender Peter Köhler, Friedhelm Peters (Ortsvereinsvorsitzender SPD Menden), GigA-Sprecher Peter Neuhaus, Klaus Brunsmeier (BUND) und Ingrid Ketzscher, Ortsvorsitzende der Grünen in Menden.
Fordern die Grablegung der A46: v.li. GAL-Fraktionsvorsitzender Peter Köhler, Friedhelm Peters (Ortsvereinsvorsitzender SPD Menden), GigA-Sprecher Peter Neuhaus, Klaus Brunsmeier (BUND) und Ingrid Ketzscher, Ortsvorsitzende der Grünen in Menden.
Foto: WP

Menden. Nachdem ein Planungsstopp für die A46 zwischen Menden und Neheim wahrscheinlicher geworden ist, fokussieren die hiesigen Autobahngegner ihren Widerstand auf das verbleibende Teilstück zwischen Hemer und Menden.

SPD und Grüne wollen ein politisches Signal aus der Hönnestadt in Richtung Landesregierung organisieren, möglicherweise eine Ratsresolution contra A46 mit Stimmen aus CDU und FDP.

Es ist ein Treffen mit Symbolcharakter. Im Naturschutzzentrum Arche Noah, wo eine mögliche Autobahn 46 vorbeiführen könnte, treten Stefan Neuhaus und Friedhelm Peters vor die Presse. Gemeinsam sorgten sie 1989 dafür, dass der Mendener Stadtrat sich gegen dieses Autobahnprojekt positionierte – Neuhaus als Mitglied der GAL-Fraktion, Peters als Vorsitzender der SPD-Fraktion. Mehr als 20 Jahre später geben Grüne und Sozialdemokraten nun erneut dieses gemeinsame Ziel aus. Zwar stehen mittlerweile andere Handelnde an der Spitze der beiden Fraktionen. Aber dafür haben sich die Erfolgschancen der Autobahngegner erhöht.

Austritt aus AG A46

Erst wenige Tage alt ist die Aussage aus dem Landesverkehrsministerium, dass die A46 zwischen Menden und Neheim „gestorben“ sei. „Sie ist noch nicht beerdigt, aber das Loch ist schon ausgehoben“, malt Neuhaus dieses Bild weiter. „Nun muss sie nur noch ins Loch gelegt werden.“

Neuhaus gehört nicht mehr zur GAL-Fraktion, ist als Sprecher der Gruppeninitiative gegen die A 46 (GigA46) aber noch immer einer der Aktivposten im Widerstand gegen den Lückenschluss. Er hält in diesem Stadium der Diskussion klare Signale an die Landesregierung für wichtig, dass auch der A46-Abschnitt Hemer - Menden gestoppt werden muss. Denn auch hier würde die Trasse ein wertvolles Waldgebiet durchschneiden. Bei einem Autobahnende an der B515n bekäme Menden möglicherweise noch zusätzlichen Durchgangsverkehr.

Aus den selben Gründen hat sich Friedhelm Peters als Ortsvereinsvorsitzender der Mendener SPD an die Genossen in der Landesregierung gewandt. Im Gegensatz zu den NRW-Grünen, die einheitlich gegen die A46 sind, gibt es in der Landes-SPD nämlich auch Autobahnbefürworter. Peters setzt sich dafür ein, die Haltung der Mendener SPD zu berücksichtigen – und die lehnt den Lückenschluss seit 2010 ab, ist mittlerweile sogar Mitglied der GigA46.

Resolution organisieren

Ferner hat sich Peters mit dem GAL-Fraktionsvorsitzenden Peter Köhler und der Mendener Grünen-Chefin Ingrid Ketzscher kurzgeschlossen. Sie glauben, dass sie im Stadtrat eine Mehrheit für eine Resolution gegen die A46 organisieren können. Weil auch die CDU und die FDP nicht mehr einheitlich für die A46 seien. Ein Autobahnende in Hemer lehnte zuletzt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Sebastian Schmidt klar ab.

Einen SPD-Vorstoß hat Fraktionschef Gisbert Gutberlet unternommen: Menden solle aus der Arbeitsgemeinschaft A46 austreten, beantragt er für den Stadtrat. Auch Bürgermeister Volker Fleige sieht die Notwendigkeit, dass sich der Stadtrat klar zur A46 äußert. Er antwortete Gutberlet, die Rats-Position pro Autobahn halte er nicht mehr für bindend.

 
 

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