A46-Befürworter vollziehen ihren Lückenschluss

Thorsten Bottin
Heinz Vihrog (links) und Hubert Hakenberg von den Bürgerinitiativen Pro A 46. Foto: T. Bottin
Heinz Vihrog (links) und Hubert Hakenberg von den Bürgerinitiativen Pro A 46. Foto: T. Bottin
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Menden. Während die A 46 zwischen Hemer und Wickede noch Zukunftsmusik ist, haben die Autobahnbefürworter den Lückenschluss bereits vollzogen: Mit der Bürgerinitiative (BI) Pro A46 Menden haben die BI Hemer und Wickede Verstärkung erhalten.

Seite an Seite wollen die BI nun in der Region und in Düsseldorf für den Bau der Autobahn werben.Die Sprecher der drei BI kündigten gestern öffentliche Aktionen an, um die Planungen für den Lückenschluss zu unterstützen. Marlies Papencoerdt (BI Menden), Heinz Vihrog (BI Wickede) und Hubert Hakenberg (BI Hemer) nannten eine Unterschriftenaktion sowie einen Stand beim Mendener Herbst als Beispiele.

Dass jetzt auch Menden eine Bürgerinitiative für die Autobahn 46 bekommen hat, ist nach Darstellung des Sprecher-Trios eine Reaktion auf die Öffentlichkeitsarbeit der Autobahngegner in der GigA 46. Es handele sich aber nur um „eine kleine Schar von Autobahn-Gegnern mit vielen laut vorgetragenen ideologischen und dogmatischen Argumenten“.

Regierungswechsel in Düsseldorf erleichtert Lückenschluss nicht

Die Zahl der Autobahnbefürworter halten die BI für weitaus größer. 900 bis 1000 Unterstützer hätten die BI allein in Menden. Darunter zahlreiche Menschen, die an den Durchgangsstraßen wohnen und unter dem Transitverkehr leiden, der vom Autobahnstummelende in Hemer bis zur A445 in Wickede fließt. „Warum wurde nicht auch einmal die B 7 und B 63 von Hemer bis Wickede begangen, um die Belastungen von mehreren tausend Anrainern nachzuempfinden“, fragt Heinz Vihrog in Richtung GigA 46, die immer wieder Aktionen auf der geplanten A46-Trasse durchführt. „Erst dann würde man wissen, wovon man spricht.“ Die BI halten den Lückenschluss für alternativlos, wenn man die Durchgangsstraßen entlasten will. Denn ein Ausbau der Durchgangsstraßen sei wegen der dichten Bebauung nicht möglich, und der Neubau von Umgehungsstraßen scheitere an Naturschutzgebieten. Mittels Lärmschutztechnik könnte die Belastung der Menschen entlang der Autobahn erträglich gehalten werden.

Das Sprecher-Trio ist sicher: Ihren Argumenten können sich auch der neue Regierungspräsident und die neue Landesregierung nicht verschließen. Dass mit den Grünen nun erklärte A46-Gegner in der Landesregierung sitzen, erleichtere den Lückenschluss zwar nicht. Doch die BI sehen in CDU, FDP und SPD eine klare Mehrheit der Autobahnbefürworter.

Auch die Unternehmerinitiative Pro A46 betonte gestern, dass sie mit dem Regierungswechsel in Düsseldorf keinesfalls die Chancen für die A46 schwinden sieht. „Die Haltung der SPD, die den Lückenschluss der Bundesautobahn A 46 zwischen Hemer und Neheim als gesichert sieht, macht Mut“, erklärte gestern Hubertus Gössling, Arnsberger Spediteur und stellv. Vorsitzender der Unternehmerinitiative Pro A 46. Die Gründungen der Bürgerinitiativen in Hemer und Menden beweise den großen Rückhalt des Projektes in der Bevölkerung. Informationen zur Unternehmerinitiative Pro A 46 gibt es unter www.initiative-pro-a46.de .