16-Jähriger als Brandstifter in Psychiatrie

Fröndenberg..  Ein 16-jähriger Jugendlicher gilt als dringend tatverdächtig für die beiden Brandstiftungen in der Stadt vom Dienstag. Die Polizei fand den Jungen noch am Abend auf einem Gartengrundstück, wo er sich offenbar verstecken wollte. Ermittlungen im Altenheim und am Einkaufscenter sowie die Befragung weiterer Zeugen hatten zuvor ergeben, dass ein und dieselbe männliche Person in unmittelbarer Nähe beider Tatorte während der Entstehung der Brände gesehen worden war. „Die Beweislage“, erklärte die Kreispolizeibehörde, „war eindeutig“. Dazu sollen auch Videoaufnahmen beigetragen haben.

Nach der Festnahme im Garten wurde das zuständige Ordnungsamt hinzugezogen und eine neurologische Untersuchung des jungen Mannes veranlasst. Das Ergebnis war seine Unterbringung in einer psychiatrische Einrichtung. Offenbar handelt es sich um den Täter, der bereits Anfang Mai im Haus Hubertia und Im Stift Brände gelegt hatte. Auch diesmal lösten die Feuer im Altenheim – diesmal brannte ein Abfallbehälter auf dem Behinderten-WC – sowie im Eingang des Fitnessstudios an der Alleestraße, wo eine Schaufensterpuppe angezündet worden war, Großeinsätze der Fröndenberger Feuerwehr aus. Sie rückte, wie berichtet, mit bis 70 Kräften zu den Brandorten aus.

Sowohl der Papierkorb im Altenheim als auch die Schaufensterpuppe lösten erhebliche Rauchentwicklung aus. Nur durch das schnelle Eingreifen des Pflegepersonals und der Feuerwehr konnte verhindert werden, dass im Haus Hubertia Menschen zu Schaden kamen. 90 Minuten später wurde die Wehr zur Alleestraße gerufen, wo sie das Fitnesscenter evakuierte. Der Jugendliche kam laut Polizei in die Psychiatrie, weil er derzeit eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle.

EURE FAVORITEN