100 000 Euro für Stiftung

Die Vorstände Ulrich Hackl (l.) und Klaus-Dieter Knecht mit Aufsichtsratschef Rainer Scholand (Mi).
Die Vorstände Ulrich Hackl (l.) und Klaus-Dieter Knecht mit Aufsichtsratschef Rainer Scholand (Mi).
Foto: WP

Menden.. Die im Dezember 2010 gegründete Mendener Bürgerstiftung erhält eine deutlich dickere Basis: Die Mendener Bank hat gestern angekündigt, weitere 100 000 Euro dem Stiftungskapital hinzuzufügen. Bereits zum Start der Stiftung hatte die Genossenschaftsbank einen Betrag in gleicher Höhe als Basis zur Verfügung gestellt.

Es ist ein kräftiger „Schluck aus der Pulle“ für die Bürgerstiftung, die nun ein Kapital von 220 000 Euro verwaltet. Die Mendener Bank wolle damit die „breite Bürgerschaft über unsere Mitglieder hinaus am erfolgreichen Jahr für unser Haus teilhaben lassen“, so Vorstand Ulrich Hackl.

Er sieht die neuerliche „Zustiftung“ – so der Fachausdruck – aber auch als Ansporn und Anregung für weitere Einzahlungen in das Stiftungskapital. Denn von den 220 000 Euro hat die Mendener Bank nun allein 200 000 Euro zur Verfügung gestellt. Eine reichhaltige Kapitalausstattung ist aber die Basis einer jeden Stiftung. Der Stiftungsgedanke lebt davon, dass nur die Erträge des Kapitals – erwirtschaftet durch eine Geldanlage – für gute Zwecke ausgeschüttet werden. Das Prinzip heißt Nachhaltigkeit: Das einmal in einer Stiftung gesammelte Geld soll so langfristig helfen.

„Wir haben seit der Stiftungsgründung viele gute Gespräche geführt“, sagt Ulrich Hackl, der auch Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung ist. „Wir haben aber auch dicke Bretter zu bohren.“

Dass es in Menden jetzt und vor allem in Zukunft viel Arbeit und viele Aufgaben für die Bürgerstiftung gibt – dessen sind sich Ulrich Hackl und sein Vorstandskollege bei der Mendener Bank, Klaus-Dieter Knecht, bewusst: „Vor allem vor dem Hintergrund des demographischen Wandels mit zurückgehenden Einwohnerzahlen werden Stadt, Bund und Land nicht mehr alles finanzieren können.“ Gerade deshalb engagiere sich die Mendener Bank für die Bürgerstiftung – zumal gerade auch das von den Vereinten Nationen ausgerufene „Internationale Jahr der Genossenschaften“ laufe.

Ein erstes Engagement der Bürgerstiftung hat es bereits trotz der erst jungen Geschichte gegeben: Sie sichert dauerhaft die Stadtranderholung für Mendens Jugendliche, die zwischenzeitlich durch das große Sparpaket, das der Stadtrat schnüren musste, zu kippen drohte (WP berichtete).

Die Mendener Bürgerstiftung will aber nicht zum alleinigen Füller der Lücken werden, die das Sparpaket gerissen hat. Man wolle bestehendes bürgerschaftliches Engagement unterstützen, wo die öffentliche Hand nicht mehr unterstützend tätig werden könne. „Es soll aber mit Projekten auch etwas Neues angeschoben werden.“ Die Bürgerstiftung will dabei ebenso Ansprechpartner sein für die „Zeit-Reichen“ – also die, die etwa als Rentner über die Zeit verfügen und sich engagieren wollen.

Rainer Scholand, Aufsichtsratsvorsitzender der Mendener Bank und damit Kontrolleur über die Verwendung der Bankgewinne, steht voll hinter der Aufstockung des Stiftungskapitals: „Es ist dem Aufsichtsrat leicht gefallen, hier zuzustimmen. Die Bürgerstiftung ist eine gute Sache.“

 

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