Orchester mit viel Applaus bedacht

Jürgen Lallert dirigierte das Hohenlimburger Akkordeon-Orchester durch einen weiteren erfolgreichen Abend. Änne aus Dröpplingsen hatte daran jedoch auch einen entscheidenden Anteil.
Jürgen Lallert dirigierte das Hohenlimburger Akkordeon-Orchester durch einen weiteren erfolgreichen Abend. Änne aus Dröpplingsen hatte daran jedoch auch einen entscheidenden Anteil.
Foto: Annabell Jatzke
Nicht nur die Hohenlimburger Akkordeonspieler hinterlassen starken Eindruck an der Kilianschule. Auch Änne aus Dröpplingsen hatte einen großen Anteil am Gelingen des Abends.

Letmathe..  Ein außergewöhnliches Jahreskonzert des Hohenlimburger Akkordeon-Orchester erwartete die Besucher am Wochenende in der Aula vom Schulzentrum Brabeckschule/Kilianschule – und das nicht nur in musikalischer Hinsicht. Gleich zwei Premieren gab es. Einerseits war der Veranstaltungsort diesmal nicht die Aula der Realschule Hohenlimburg, die sich momentan im Umbau befindet. In der Aula des Letmather Schulzentrums fanden die Hohenlimburger Akkordeonspieler einen ebenso passenden Veranstaltungsraum.

Musik und Lachen: Die perfekte Kombination

Andererseits gab es in der Historie des Akkordeon-Orchesters noch nie eine Absage des Gastchores. Krankheitsbedingt musste diesmal der eingeladene Chor Cantabile aus Holzwickede unter der Leitung von Michael Oel kurzfristig absagen.

Die Hohenlimburger mussten also improvisieren. Kurzerhand konnte Änne aus Dröpplingsen für einen Auftritt im zweiteiligen Programm gewonnen werden. Die Kombination von Comedy und Akkordeonmusik kam beim Publikum ebenso gut an wie sonst die Verbindung von Gesang und Akkordeonmusik. „Pop trifft Klassik und Klassik trifft Pop“ – so lautete insgeheim das Motto des Konzertes. Unter der bewährten Leitung von Jürgen Lollert präsentierten die 25 Musiker, angekündigt von Moderator Hans-Dieter Schumacher, ihr breitgefächertes Repertoire.

Ob „Adiemus“ oder „Palladio“ von Karl Jenkins sowie „Viva la Vida“ von Coldplay oder Queen-Melodien: Das Akkordeon-Orchester beeindruckte auf ganzer Linie. Sei es bei der bekannten Filmmusik „The Time of My Life“ aus Dirty Dancing oder bei Andreas Gabaliers Hit „I sing a Liad für Di“, die Hohenlimburger Spieler und Spielerinnen zeigten, was alles in der „Quetschkommode“ steckt und das man darauf nicht nur Seemannslieder, sondern auch virtuos klassische und moderne Stücke spielen kann.

„Spielen se nicht schön?“, Das war ein Kompliment, das gewiss nicht nur Änne aus Dröpplingsen den Akkordeonspielern machte. Vom Publikum gab es sowohl für das Akkordeon-Orchester als auch für die heimische Komödiantin langanhaltenden Applaus.

Mit gesunder Struktur ins Jubiläumsjahr

Im kommenden Jahr feiert das Hohenlimburger Akkordeon-Orchester sein 75-jähriges Bestehen. Maßgeblich am Erfolg des Orchesters beteiligt ist Dirigent Jürgen Lollert, der seit 38 Jahren den Takt angibt und das Orchester auch außerhalb Hohenlimburgs bekannt gemacht hat. Über die Jahre hat sich das Orchester rund um die erste Vorsitzende Margit Buxhoidt zu einer eingeschworenen Gemeinschaft entwickelt, der man die Spielfreude auf der Bühne anmerkt.

Über Nachwuchssorgen braucht sich das Hohenlimburger Akkordeon-Orchester übrigens keine Gedanken machen. Die jüngste Spielerin, die zwölfjährige Lina Erwes, war am Samstagabend das erste Mal auf großer Bühne mit dabei und meisterte ihren Auftritt mit Bravur.

 

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