Neuordnung und „So-da“-Brücke

Vor 40 Jahren wurde das Gemeindehaus an die Dröscheder Adventskirche gebaut.
Vor 40 Jahren wurde das Gemeindehaus an die Dröscheder Adventskirche gebaut.
Foto: IKZ
Was hat die Letmather Bürger vor 40 Jahren, dem Jahr „Eins“ der kommunalen Neuordnung, bewegt?

Letmathe..  Das Jahr 2015 ist erst ein paar Tage alt. Eine gute Gelegenheit, um einmal zurückzublicken, was Letmathe und seine Bürger vor 40 Jahren bewegt hat.

1975 war für Letmathe etwas Besonderes, das Jahr eins der Kommunalen Neuordnung. Letmathe war keine Stadt mehr, sondern wurde zum Ortsteil von Iserlohn. Wie ein roter Faden zieht sich dieser Meilenstein durch die Berichterstattung.

Durch die Gemeindereform wurde die „Verkehrswacht Stadt und Landkreis Iserlohn“ hinfällig, die 2015 ihren 50. Geburtstag feiern könnte. Damals wurden noch „bewährte Kraftfahrer“ für „langjähriges unfallfreies Fahren“ ausgezeichnet. Der zunehmende Verfall von „Haus Letmathe“ bereitet nicht nur der Stadt Iserlohn, sondern auch dem Heimat- und Verkehrsverein große Sorgen. Oberbaurat Maul vom Bauamt Iserlohn spricht sich dafür aus, den historischen Herrensitz zu erhalten. „Ein Abriss kommt nicht in Frage.“

Der Ausbau des Kolpinghauses macht gute Fortschritte und an der Ecke Wiesenstraße/Unterfeldstraße wird die neue moderne Filiale der Sparkasse Iserlohn eröffnet. Die Bartholomäusschule (heute Verwaltungsgebäude der Spedition Winner) schließt, weil ein Brückenpfeiler des Autobahnzubringers auf dem Schulhof stehen wird. An die Dröscheder Adventskirche wird das Gemeindehaus angebaut. Die Planungsphase für das Schulzentrum Humpfert beginnt und in der Diskussion um einen neuen Schulstandort ist auch das Areal an der Kampstraße, das heute das Neubaugebiet ist. Die kommunale Neuordnung sorgt auch für Kurioses: Das „tote Ende“ der Breslauer Straße an die gegenüberliegende Sackgasse auf Hohenlimburger Gebiet sowie die „So-da“-Brücke im Markenfeld. Sie liegt am Ende der Oppelner Straße und ist seit 40 Jahren zur Bedeutungslosigkeit verurteilt

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