Letmather Gymnasium platzt aus allen Nähten

Das Letmather Gymnasium benötigt in den kommenden Jahren deutlich mehr Platz. Dafür sollen für die Dauer von fünf Jahren acht mobile Unterrichtsräume angemietet werden.
Das Letmather Gymnasium benötigt in den kommenden Jahren deutlich mehr Platz. Dafür sollen für die Dauer von fünf Jahren acht mobile Unterrichtsräume angemietet werden.
Foto: IKZ
In seiner kommenden Sitzung wird der Schulausschuss beraten, wie das Raumproblem am Gymnasium gelöst werden kann.

Letmathe..  Das Letmather Gymnasium hat derzeit 720 Schüler. Es ist davon auszugehen, dass durch eine konstant steigende Gymnasialschüler-Quote in Nordrhein-Westfalen die Schule für die nächsten 10 Jahre in der Sekundarstufe I stabil dreizügig und in der Oberstufe vierzügig geführt werden kann. Hinzu kommt, dass es sich seit 2010 um ein gebundenes Ganztagsgymnasium handelt, aktuell befinden sich vier Jahrgänge im Ganztag. Dem Gymnasium muss also dauerhaft das Raumprogramm für ein dreizügiges Ganztagsgymnasium mit vierzügiger Oberstufe zur Verfügung stehen. Der Schule fehlen bereits jahrelang Fachräume. Sie war zudem in der Vergangenheit damit einverstanden, den Ganztag schrittweise aufzubauen. Dafür mussten Unterrichtsräume umgewidmet werden.

Nach Angaben der Verwaltung fehlen derzeit Räumlichkeiten mit einer Fläche von über 800 Quadratmetern: drei allgemeine Unterrichtsräume (rund 200 qm), ein naturwissenschaftlicher Raum mit Vorbereitung (120 qm), ein Mehrzweckraum, drei Gruppenräume, Bibliothek/Mediothek, Selbstlernzentrum (270 qm) sowie ein Raum für den Ganztagsbereich (Essensplätze, 70 qm). Nach Auskunft der Verwaltung muss sich die Schule räumlich sehr einschränken, Belange des Ganztags, der Inklusion und des ergänzenden pädagogischen Konzepts sind nicht adäquat umzusetzen. Die nebenan liegende Hauptschule kann auf absehbare Zeit keine Räume dauerhaft an das Gymnasium abgeben. Sie hat seinerseits durchgehend Schüler im Jahrgang fünf aufgenommen und hat für das laufende Schuljahr eine größere Schülergruppe von der Hauptschule Hennen aufgenommen. Um das Platzproblem am Gymnasium zunächst kurzfristig zu lösen, schlägt die Verwaltung dem Schulausschuss vor: Vom Beginn des Schuljahres 2014/15 zunächst acht mobile Räume (560 qm) für den Unterricht anzumieten, aufzustellen und bedarfsgerecht einzurichten. Es ist von jährlichen Mietkosten in Höhe von 75 000 Euro auszugehen (zuzüglich 20 000 Euro im Jahr des Auf- und Abbaus).

Eine Lösung über mobile Räume ist in aller Regel befristet für einige Jahre angelegt und auch nur so wirtschaftlich sinnvoll. Eine Aufstellung bedeutet für das Gymnasium, insbesondere durch die Topographie, einen Kompromiss. es sollte von vornherein festgelegt werden, dass die räumliche Situation zum Ende der Mietzeit erneut betrachtet werden muss, mit dem Ziel, eine endgültige Lösung zu finden.

Der Verwaltungsvorschlag beinhaltet weiterhin, die fehlende Bibliothek/Mediothek schnellstmöglich zu bauen. Weiterhin soll die Mensa für die Essensplätze um 70 qm erweitert werden. Die Schule wünscht sich zudem eine gewisse Anzahl an Außenplätzen für die Mensa. Diese Maßnahme (Pflasterung Außenbereich und Möblierung durch fest installierte Sitzgruppen soll unmittelbar nach Fertigstellung des Anbaus umgesetzt werden.

 
 

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