Durchgängig bis Hohenlimburg

Helmut Rauer
Mike Sebastian Janke und Thorsten Grote von der Stadtverwaltung erklären Vertretern der CDU Letmathe und der Werbegemeinschaft die Pläne für den Ausbau der Lenneroute von Auf der Insel bis an die Stadtgrenze Hohenlimburg
Mike Sebastian Janke und Thorsten Grote von der Stadtverwaltung erklären Vertretern der CDU Letmathe und der Werbegemeinschaft die Pläne für den Ausbau der Lenneroute von Auf der Insel bis an die Stadtgrenze Hohenlimburg
Foto: IKZ
Die Stadt hat bei einem Ortstermin die Pläne für den Weiterbau des Radwegs „Lenneroute“ bis an die Stadtgrenze Hohenlimburg vorgestellt.

Letmathe.  „Wo wir jetzt stehen, wird in drei Jahren ein Radweg sein.“ Als sich Vertreter der CDU Letmathe, der Stadtverwaltung und der Werbegemeinschaft am Freitag am Rande des Wendehammers „Auf der Insel“ trafen, herrschte Einigkeit und Zuversicht. Die gemeinsame Devise lautete: Der Fernradweg „Lenneroute“ muss baldmöglichst bis zur Stadtgrenze Hohenlimburg weitergebaut werden. Das Beispiel Ruhrtalweg zeige, dass ein Flussradweg nur als durchgängige Verbindung attraktiv sein könne, sagte der Letmather CDU-Vorsitzende Karsten Meininghaus. Deshalb müsse alles getan werden, die noch bestehenden Lücken der „Lenneroute“ zwischen Schmallenberg und Hagen zu schließen. Was die Stadt Iserlohn auf ihrem Territorium dazu beitragen kann, erläuterten Ressortleiter Mike-Sebastian Janke und Stadtplaner Thorsten Grote anhand mitgebrachter Luftbild-Karten.

Für Weiterbau bis „Auf der Insel“ rücken bald Bagger an

Und so sieht es bisher auf Iserlohner Stadtgebiet aus: Von der alten Kreisbahnbrücke an Pater und Nonne bis zur Lennebrücke für Fußgänger in Höhe Luisenstraße ist der Fuß- und Radweg bekanntlich längst fertig. Das prominenteste Teilstück davon - die Lennepromenade - wird auch schon gut angenommen. Der nächste Abschnitt in Richtung Oege wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Schon in Kürze sollen die Bagger anrücken, um in diesem Jahr den Rad- und Fußweg entlang der Oeger Straße bis zum Wendehammer „Auf der Insel“ fertigzustellen.

Wie es von dort dann in Richtung Stadtgrenze Hohenlimburg weitergeht, ist noch nicht endgültig beschlossen. Aber es gibt ziemlich genaue Pläne. Janke und Grote präsentierten sie auf den Luftbildkarten. Die etwa zwei Kilometer messende Verlängerung vom Wendehammer Auf der Insel bis zur Stadtgrenze soll naturnah am nördlichen Lenneufer entlangführen - mit einem Abstand zum Wasser zwischen null und 40 Metern. Ein Gehölzstreifen in der Nähe des Wendehammers würde verschont, um vermutlich dort brütende Vögel nicht zu stören. „Wir haben schon mit der Wasserbehörde und Vertretern des Naturschutzes gesprochen“, versicherte Grote.

Ein alter Bolzplatz hinter Möbel Schäfer soll gestreift, die Brücke an der Zufahrt zum Klärwerk vom neuen Radweg unterquert werden. An dieser Brücke wäre mittels einer Rampe auch ein Anschluss an die Straße „Im Werth“ möglich. Ziemlich genau an der Stadtgrenze trifft der Radweg wieder auf die Oeger Straße.

Iserlohn will ein Signal setzen für die Stadt Hagen

Laut Grote ist die weitere Planung wegen der Beteiligung der Wasser- und Naturschutzbehörden (einschließlich Artenschutzprüfung) sehr aufwändig. Auch stünden noch Gespräche mit privaten Grundeigentümern an. Weniger schwierig sei es, Zuschüsse zu bekommen. Der Eigenanteil der Stadt dürfte nach grober Einschätzung rund eine halbe Million Euro betragen.

„Durch den Radweg-Bau bis zur Stadtgrenze setzen wir ein Signal, für die Stadt Hagen, dort weiterzumachen“, sagte Janke. Wegen der offenbar schwierigen Finanzlage halte sich der Tatendrang der Stadt Hagen allerdings in Grenzen.

Notfalls könne der Radweg auf Hohenlimburger Gebiet auch mit Hilfe von privaten Spenden finanziert werden, erklärte der 2. Vorsitzende der Werbegemeinschaft Letmathe, Rainer Großberndt. Hohenlimburger Unternehmen hätten in Gesprächen Bereitschaft dazu signalisiert. Angesichts der engen Beziehungen zwischen Letmathe und Hohenlimburg sei der Radwegweiterbau für die Bürger beider Stadtteile von großem Interesse.

Fabian Tigges (CDU) kündigte an, mit den Parteifreunden in Hagen und Hohenlimburg Gespräche zu führen.