Der letzte katholische Pfarrer von Oestrich

Mit einer Festmesse und einem anschließenden Empang im Pfarrheim ist Helmut Malorny (Mitte) , der 18 Jahre lang als Pfarrer in der katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt Oestrich gewirkt hat, in den Ruhestand verabschiedet worden.
Mit einer Festmesse und einem anschließenden Empang im Pfarrheim ist Helmut Malorny (Mitte) , der 18 Jahre lang als Pfarrer in der katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt Oestrich gewirkt hat, in den Ruhestand verabschiedet worden.
Foto: IKZ
Der Seelsorger von Mariä Himmelfahrt Oestrich, Helmut Malorny, ist in den Ruhestand verabschiedet worden.

Oestrich..  Helmut Malorny hat Geschichte geschrieben: Er war der letzte „reguläre“ Pfarrer, der in der katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt gewirkt hat und nun als letzter in einer langen Reihe seit 1917 steht. Am Sonntag wurde der 70-Jährige mit einer Festmesse und einem Empfang im Pfarrheim in den Ruhestand verabschiedet. In der von ihm zelebrierten Messe wirken als Konzelebranten Dechant Jürgen Senkbeil, Frank Niemeier (St. Kilian), Bernhard Röttger (Herz Jesu-Grüne), Joachim Skora (Heilig Geist-Iserlohn), Pfarrer i.R. Wolfgang Knust und Diakon Peter Trotier mit. An der Messe nahmen unter anderem der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Scheffler und der stellvertretende Bürgermeister Thorsten Schick teil.

In einer bemerkenswerten von vielen persönlichen und emotionalen Momenten geprägten Festrede blickte Dr.-Ing. Markus Mönig, langjähriger stellvertretender Vorsitzende des Pfarrgemeinderates und Mitglied des „Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ auf das Leben und Wirken von Helmut Malorny zurück. Er wurde im Mai 1976 durch den Weihbischof Wenceslaus Wycisk in Oppeln zum Priester geweiht, versah zunächst als Vikar Dienst in einer Gemeinde und bekam 1984 in Unna-Massen Kontakt zu Lagerpfarrer Manfred Erdmann. Erdmann konnte Malorny als Pfarrer für das Erzbistum Paderborn gewinnen. Malorny kam zum Goethe-Institut nach Iserlohn und wirkte zunächst in der Gemeinde „Peter-und-Paul“ in Hemer. Weitere Stationen waren Wiedenbrück, Neheim und Medebach. Malorny war zudem Pfarrverwalter in Oberschledorn und Düdinghausen bevor er 1996 nach Oestrich kam. Markus Mönig: „Der Primat des Papstes ist und war für Helmut Malorny unverhandelbar, die Treue und Loyalität zum Erzbischof, dem sie Ehrfurcht und Gehorsam versprochen haben, unumstößlich“. Was folgt auf Helmut Malorny, der seinen Ruhestand in Stuttgart verbringt, wenn am 3. Februar der Umzugswagen kommt? Es bleibt die Pfarrei, der Pastoralverbund ist da. Frank Niemeier (St. Kilian) wird die Pfarrei als Pfarrverwalter führen und ihr vorstehen. In den kommenden Tagen und Wochen werden die Gottesdienstermine des Pastoralverbundes neu geregelt; dann wird auch entschieden, wie es in Oestrich weitergeht. Weitere gute Worte, unter anderem von der Gemeindeausschussvorsitzenden Gabriele Mackenbrock wurden Malorny beim Empfang mit auf den Weg gegeben.

 
 

EURE FAVORITEN