„Auch ein Restaurant würde sich lohnen“

Robert und Michaela Ruppel möchten ein Café-Restaurant an der Lennepromenade betreiben. Rainer Großberndt (re.) unterstützt das Vorhaben.
Robert und Michaela Ruppel möchten ein Café-Restaurant an der Lennepromenade betreiben. Rainer Großberndt (re.) unterstützt das Vorhaben.
Foto: IKZ
Einen Geldgeber oder Investor gibt es bis heute nicht, wohl aber einen Gastronomen, der ein Café an der Lenne betreiben möchte. Robert Ruppel glaubt, dass sich sogar ein Restaurant lohnen würde.

Letmathe..  Schon als vor ein paar Jahren die ersten Pläne für die Letmather Lennepromenade geschmiedet wurden, gehörte die Idee von einem Lenne-Café wie selbstverständlich dazu. Doch die Stadt sah sich außerstande ein Café zu bauen und ein privater Investor war nicht zu finden. Das Thema verschwand mehr oder weniger in der Versenkung.

Nun lassen Robert und Michaela Ruppel die Diskussion neu aufleben. Das Ehepaar aus Oestrich, das in Iserlohn das Restaurant „Seilers“ und das Campus-Bistro betreibt, möchte gern zusätzlich am Lenneufer in Letmathe einen Betrieb aufmachen. Und zwar nicht nur ein reines Café, sondern gleich eine Café-Restaurant-Kombination, wenn auch nicht als Investor, sondern als Pächter.

Restaurant mit bis zu 50 Sitzplätzen wäre sinnvoll

„40 bis 50 Sitzplätze sollte das Lenne-Restaurant schon haben“, sagte Robert Ruppel am Dienstag im Gespräch mit der Heimatzeitung. Dann wäre es groß genug für kleinere Gesellschaften und Feiern. Der 38-jährige Gastronom und Küchenchef setzt darauf, dass genügend Gäste aus Letmathe und Umgebung nicht nur zum Kaffeetrinken, sondern auch zum gemütlichen Abendessen oder Feiern kommen würden. Ein Standort neben der Brücke Luisenstraße wäre ihm am liebsten. „Wenn die Leute direkt am Wasser sitzen können und dabei den Blick auf die Promenade und die Flusslandschaft genießen, wird das magnetische Anziehungskraft haben“, ist Ruppel überzeugt.

Bis der Lenneradweg von Schmallenberg bis zur Ruhr durchgängig befahrbar sein wird, werden noch etliche Jahre ins Land gehen.

Glasboden-Plattform mit Durchblick aufs Wasser

Doch auch wenn der Massenandrang von Radtouristen erst später kommt, hat Ruppel keinen Zweifel, dass sein Konzept jetzt schon aufgeht. Er glaubt an moderne Erlebnisgastronomie: „Eine gläserne Café-Plattform, die über den Fluss ragt, wäre einmalig attraktiv.“

Ist das realistisch? Der 38-Jährige muss sich vorhalten lassen, dass in jüngster Zeit mehrere Gaststätten in Letmathe nacheinander aufgegeben worden sind. Wie will er diesen Trend umkehren? Ruppel möchte sich nicht konkret zu einzelnen Betrieben äußern, aber eines ist ihm doch wichtig zu betonen: „Letmathe hat einen Nachholbedarf an moderner Gastronomie.“ Und dieser Nachholbedarf in Verbindung mit der einzigartigen Lage am Fluss lässt ihn unerschütterlich an seine Idee glauben. Das neue Café im Bahnhof sieht er dabei keineswegs als Konkurrenz, sondern als Ergänzung.

Dabei weiß der Oestricher die Werbegemeinschaft Letmathe hinter sich. Dessen 2. Vorsitzender Rainer Großberndt ist seit Jahren ein unermüdlicher Verfechter der Lenne-Café-Idee. Vor etwa einem Jahr wandten sich Großberndt und Ruppel gemeinsam an die Stadtverwaltung und baten um Unterstützung. „Wir wollten möglichst konkret wissen, was wo und wie baulich möglich wäre“, berichtet Ruppel der Heimatzeitung. „Das wäre wichtig gewesen, um einen privaten Investor zu suchen.“ Leider habe es bis heute keine Rückmeldung gegeben, bedauern die beiden. Die zuständige Stelle im Rathaus war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Das Ehepaar Ruppel hofft jetzt, durch den Gang an die Öffentlichkeit das Interesse eines möglichen Investors geweckt zu haben.

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