Zwei neue Kunstobjekte für Barendorf

Museumsleiter Gerd Schäfer (l.) diskutiert mit Konrad Horsch.
Museumsleiter Gerd Schäfer (l.) diskutiert mit Konrad Horsch.
Foto: Michael May/IKZ
Mit dem „Skyscraper“ von Karl-Ludger Pempeit und dem Kugelobjekt von Konrad Horsch wurden im Park der historischen Fabrikanalge die Kunstobjekte Nummer acht und neun installiert.

Iserlohn.  Die zurückliegende Atelier-Nacht mit Ausstellungen der Künstler aus der historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf ist nicht ohne Folgen geblieben: Gleich zwei Skulpturen, die damals im Park rund um das Künstlerdorf aufgebaut worden waren, sind Museumsleiter Gerd Schäfer so sehr ins Auge gefallen, dass er sie gern als dauerhafte Kunstobjekte fest installieren wollte. Am Donnerstag wurden die beiden Arbeiten von dem Kunsttischler Konrad Horsch und dem Steinbildhauer Karl-Ludger Pempeit im Beisein von Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens offiziell vorgestellt.

Karl-Ludger Pempeit, der gerne das „Große ins Kleine holt“ – und umgekehrt – hat einen Wolkenkratzer an den Bachlauf in dem vor dem Dorf gelegenen Park gesetzt. Unverkennbar ist er dem Frankfurter Messeturm nachempfunden, der sich wie ein Bleistift in die Höhe reckt. Während der Frankfurter Turm mit seinen 256,5 Metern bei seinem Bau 1991 das höchste Bauwerk Europas war, misst der „Skyscraper“ des Barendorfer Künstlers gerade mal 1,60 Meter. Mit seiner modernen Optik aus finnischem Aurora-Granit und seinen filigranen Linien steht er aber dennoch in einen starkem Kontrast zu dem Fachwerk des Künstlerdorfes.

Ganz anders das massive Kugelobjekt, das Konrad Horsch in der Mitte des hinter dem Dorf gelegenen historischen Parks aufgestellt hat. Das rund 600 Kilogramm schwere Objekt hat Horsch aus dem Stammteil der Rotbuche, die an der Ecke Gartenstraße/Am Tyrol gefällt werden musste, mit Kettensäge und Stechbeitel freigelegt. Die damalige Fällaktion der mächtigen, rund 180 Jahre alten Buche wurde von dem Künstler begleitet, der Stamm wurde von ihm zu seiner Werkstatt in Barendorf transportiert. Das Objekt, das in erhöhter Lage installiert wurde, spiegelt in seiner massigen Gestalt und der ausgearbeiteten Oberflächenstruktur die Größe und das Alter der von vielen Iserlohner betrauerten Buche wider. Wie Konrad Horsch bei der Präsentation am Donnerstag anmerkte, sei bei der Bearbeitung des Stammes auch deutlich für alle sichtbar geworden, dass der Baum kaputt war.

Mit dem Kugelobjekt und dem „Skyscraper“ hat Gerd Schäfer nun die Kunstobjekte Nummer acht und neun im Barendorfer Außengelände aufgestellt, was der Museumsleiter zum Anlass genommen hat, alle Objekte zu beschriften und mit einem QR-Code zu versehen, so dass nun alle Besucher die wichtigsten Informationen zu den Kunstwerken erhalten können.

 
 

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