Wirtschaftsgeschichte und Kriegsende vor 70 Jahren

Das Geschäftshaus Ehrlich am Marktplatz (heute Alter Rathausplatz) aus der Zeit um 1913 ziert den neuen Veranstaltungsflyer.
Das Geschäftshaus Ehrlich am Marktplatz (heute Alter Rathausplatz) aus der Zeit um 1913 ziert den neuen Veranstaltungsflyer.
Foto: IKZ
Stadtarchiv legt neues Vortragsprogramm mit Iserlohner Referenten und auswärtigen Experten vor

Iserlohn..  Das neue Vortragsprogramm des Stadtarchivs liegt vor. Veranstaltungsplakat und -flyer kündigen mit einem historischen Foto des Geschäftshauses Ehrlich am Marktplatz (heute Alter Rathausplatz) aus der Zeit um 1913 die Themen und Termine des ersten Halbjahres 2015 an.

380 interessierte Zuhörerim vergangenen Jahr

Inzwischen hat sich das Vortragsangebot des Stadtarchivs etabliert. Neben einem festen Stammpublikum kommen immer wieder neue Zuhörer zu den unterschiedlichen Themen in die „Alte Post“. Im vergangenen Jahr besuchten etwa 380 Interessierte die zehn stadt- oder regionalgeschichtlichen Vorträge, die von Januar bis Dezember 2014 in Kooperation mit der Volkshochschule Iserlohn im Stadtarchiv angeboten wurden. An der bewährten Mischung von fachkundigen Referenten aus Iserlohn und auswärtigen Experten wird auch im neuen Programm festgehalten. Schwerpunkte der kommenden Vorträge werden Aspekte der Iserlohner Wirtschaftsgeschichte und das Kriegsende vor 70 Jahren sein.

Zum Beginn der Reihe wird Hans-Hermann Stopsack, ausgewiesener Kenner der Wirtschaftsgeschichte des Raumes Iserlohn-Hemer, Ende Januar das Iserlohner Textilgewerbe im 18. Jahrhundert vorstellen. Tanja Marschall-Wach und Rico Quaschny vom Stadtarchiv Iserlohn geben im Februar einen Überblick über alte Industriestandorte am Caller Bach. Im April skizziert Stadtarchivar Rico Quaschny die Geschichte der jüdischen Familie Ehrlich, wobei besonders die vorliegenden Quellen vorgestellt werden. Die ehemalige langjährige Kulturamtsleiterin Marieluise Spangenberg stellt im Mai ein kleines Kapitel der Nachkriegszeit vor. Unter dem Titel „1946, mitten in Iserlohn: ein Nachspiel zum Zweiten Weltkrieg“ wird sie erläutern, was Hitlers „Politisches Testament“ mit Iserlohn verbindet. Zum Abschluss des Halbjahresprogrammes referiert Dr. Ralf Blank, Leiter der historischen Museen und des Stadtarchivs Hagen, im Juni über die letzten Kriegsmonate in Südwestfalen 1944/45, ein Thema, zu dem er vor kurzem eine Publikation vorgelegt hat.

Vorträge starten um 18.30 Uhr und kosten vier Euro Eintritt

Alle Vorträge beginnen um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der Alten Post, Theodor-Heuss-Ring 5. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro. Die Volkshochschule als Kooperationspartnerin hat wieder alle Angebote des Stadtarchivs in ihr Programmheft aufgenommen. Eine Anmeldung zu den einzelnen Vorträgen ist nicht erforderlich.

Hier die Termine im Überblick:

Dienstag, 27. Januar: „Iserlohn und das Textilgewerbe im 18. Jahrhundert“, Vortrag von Hans-Hermann Stopsack, Hemer; Dienstag, 17. Februar: „Alte Industrie im Tal des Caller Baches“, Vortrag von Tanja Marschall-Wach und Rico Quaschny, Iserlohn; Dienstag, 14. April: „Zur Geschichte der jüdischen Familie Ehrlich“, Vortrag von Rico Quaschny, Iserlohn; Dienstag, 19. Mai: „1946, mitten in Iserlohn: ein Nachspiel zum Zweiten Weltkrieg“, Vortrag von Marieluise Spangenberg, Iserlohn; Dienstag, 16. Juni: „Die letzten Kriegsmonate in Südwestfalen 1944/45“, Vortrag von Dr. Ralf Blank, Hagen.

Begleitend zum Vortragsprogramm lädt das Stadtarchiv am Samstag, 7. März, von 11 bis 17 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ ein. Ein Flyer mit einer Terminübersicht und kurzen Texten zu den Vorträgen liegt im Stadtarchiv, in anderen Kultureinrichtungen sowie bei der Stadtinformation, Bahnhofsplatz 2, und im Rathaus am Schillerplatz aus. Er wird auf Wunsch auch gern zugesandt und steht unter www.stadtarchiv-iserlohn.de zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es unter 02371/217-1921 oder per E-Mail: archiv@iserlohn.de.

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