Vorwürfe lassen sich bisher nicht bestätigen

Nach dem RTL-Film hat es Aufregung um die Schulverpflegung gegeben.
Nach dem RTL-Film hat es Aufregung um die Schulverpflegung gegeben.
Foto: dpa
Erste Ergebnisse der Vitesca-Überprüfung nach der RTL-Sendung „Team-Wallraff“ ergeben, dass sich die Vorwürfe nicht bestätigen lassen.

Iserlohn..  „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lassen sich die Vorwürfe nicht bestätigen“: Das ist die Stellungnahme des Bergischen Lebensmittelüberwachungsamtes zu den Vorwürfen, die gegenüber dem Wuppertaler Unternehmen „Vitesca Menü Reimann GmbH & Co.KG“ in der RTL-Sendung „Team Wallraff“ laut geworden waren. Vitesca beliefert auch sieben Iserlohner Schulen.

Die Großküche war bezichtigt worden, verschimmeltes Gemüse und abgelaufenes Hackfleisch zu verarbeiten. Vitesca-Vertreter hatten das Bergische Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt einige Stunden vor der Ausstrahlung von der geplanten Berichterstattung in Kenntnis gesetzt. Umgehend suchte die zuständige Abteilungsleiterin den Betrieb zu einer ersten Bestandsaufnahme auf. Tags darauf, am Dienstag, wurde der Betrieb erneut unter die Lupe genommen, um die Prozessabläufe zu prüfen.

„Hygienische Mängel konnten nicht festgestellt werden“, erklärt Abteilungsleiterin Dr. Natalie Cirocki nach der Untersuchung in einer Pressemitteilung. Die generellen Produktionsprozesse des laufenden und des Vorjahres würden noch ausgewertet. Zudem müsse der Betrieb interne Dokumentationen nachreichen. Mit den Ergebnissen der Auswertung sei nicht vor der 26. Kalenderwoche zu rechnen. Erst im Dezember 2014 sei Vitesca unangemeldet aufgesucht und kontrolliert worden - und wurde mit „gut“ beurteilt.

Die am 10. Juni veröffentlichte Mitteilung des Bergischen Lebensmittelüberwachungsamtes hat die Verantwortlichen bei der Stadt Iserlohn derweil nicht erreicht. „Das zuständige Amt hat bis heute keine Stellungnahme abgegeben, ein Endbericht wird Ende nächster Woche erwartet. Wir können nicht sagen, was die Untersuchungen ergeben haben“, teilte Schulressortleiterin Katrin Brenner am Mittwochabend dem Schulausschuss mit. Die Aussetzung der Belieferung bleibe daher weiterhin bestehen. Tatsache sei aber auch, dass es bisher aus Iserlohner Schulen keine Beanstandungen von Vitesca-Produkten gegeben habe. Brenner: „Ich behalte mir eine Entscheidung nach dem Abschluss der Prüfung vor.“

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