„Videos bleiben auf jeden Fall im Gedächtnis“

Iserlohn.  Die Premiere der Beiträge zum „Video Contest für den Klimaschutz“ der „initiative Iserlohn“ aus dem Netzwerk „iserlohnenergieklima“ wurde jetzt im CineStar gefeiert. Monatelange Arbeit steckt hinter diesem Tag. Die Initiatorin und Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Ulrike Jostmann, war erleichtert: „Ich bin total froh, dass alles so gut gelaufen ist. Es ist schön, dass so viel positive Resonanz gekommen ist. Die Arbeit hat sich wirklich gelohnt.“ Hinter der Premiere stecken nicht nur Videodrehs, sondern auch viel Planung.

Eine gute Stunde vor der offiziellen Vorführung gab es den Generaldurchlauf der Videofilme. Danach konnte auch „Ceo“ alias Stefan Forch, der Gewinner des Musik Contests 2011, mit seinem Freund „Serious-M“ alias Marcel Kurfft – dem aktueller Gewinner – den Soundcheck beginnen. Sie probten „Ceos“ Song „Nach uns die Sintflut“ und begeisterten damit schon die Anwesenden.

Um 10.30 Uhr füllte sich das Foyer. Viele Schüler der Diesterweg-Grundschule und des Berufskollegs Märkischer Kreis waren gekommen, um sich die Gewinnerbeiträge aus ihren Schulen anzusehen. Auch Wettbewerbsteilnehmer, die nicht gewonnen hatten, waren erschienen. Dann eröffnete Ulrike Jostmann die Veranstaltung, und Rapper „Ceo“ und „Serious-M“ sorgten für den musikalischen Einstieg, indem sie „Ceos“ Gewinnersong vom Song-Contest 2011 performten und den Zuschauern damit schon einen Vorgeschmack auf das Kommende gaben.

Doch zuvor wandte sich auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens an die Zuschauer: „Die Umwelt muss in das Bewusstsein der Menschen kommen. Ich bin der ,initative Iserlohn’ sehr dankbar, dass sie ihren Beitrag dafür leistet.“

Schließlich wurde die Bühne für die Präsentation der Gewinnervideos geräumt. Die Sequenz der Schüler aus der Gestalter-Klasse des Berufskollegs MK an der Hansaallee wurde zuerst gezeigt. Dabei wurden viele Situationen dargestellt, in denen die Menschen - häufig auch unbewusst - die Umwelt verschmutzen. Am Ende stand die Frage „Was hast du heute schon gegen die Umwelt getan?“ Eine Frage, bei der sich jeder angesprochen fühlt und überlegt, in welchen Situationen er die Umwelt schädigt. Im Anschluss wurde - wie bei den folgenden Videos auch - das Gewinnerteam auf die Bühne gebeten. Dort wurden den Jugendlichen von Dr. Ahrens und Mike Kowalski von den Stadtwerken Iserlohn, die die Initiative neben Kirchhoff Automotive, der Märkischen Bank, dem CineStar und der Stadt unterstützt haben, eine gerahmte Urkunde und eine Filmrolle mit der DVD des Videos überreicht.

Ein sehr sozialkritischer Text

Danach wurde Marcel Kruffts Video gezeigt. Sein Song „Schwarz-Weißfilm“ spielt in einer düsteren Atmosphäre aus Grautönen und vor Fabrikanlagen. Sein selbst geschriebener Text behandelt das Thema sehr sozialkritisch, denn das ist auch sonst sein Stil. „Gangsterrap ist nichts für mich“, erklärt der Soester Rapper. Zum Wettbewerb gekommen war er durch seinen Freund Stefan. Als der neue Contest ausgeschrieben wurde, dachte er: „Vielleicht gewinne ich ja.“ Marcel achtet selber auf die Umwelt, doch er gesteht auch: „Man bemerkt immer wieder Situationen, bei denen einem der Alltag leider einen Strich durch die Rechnung macht. Das ist sehr schade.“ Er findet aber, dass ein Musikvideo ein gutes Mittel ist, um für mehr Aufsehen für das Thema Umweltsschutz zu sorgen. Er hofft, dass sich ihm und vor allem dem Umweltschutz dadurch „neue Tore öffnen“.

Als Letztes hieß es für die vierte Klasse der Diesterwegschule aus Hemer „Film ab fürs Klima“. Ihr selbst geschriebenes Lied „Die Welt ist wunderschön“ wurde mit selbst gemalten, bewegten Bildern unterlegt. „Die Kinder gingen mir persönlich besonders ans Herz“, so der Bürgermeister. „Alle Videos sind sehr vielfältig.Ich finde es gut, dass sie für verschiedene Zielgruppen erstellt wurden. Aber jedes für sich ist sehr eindrucksvoll.“ Und: „Eins ist sicher, die Videos bleiben auf jeden Fall im Gedächtnis.“ Die etwa 180 Gäste im CineStar gaben ähnliche Rückmeldungen, und sie zeigten sich durch ihren Applaus schon bei der Premiere begeistert.

Nachdem auch das „Making-Of“, in dem einige Drehpannen zu sehen sind, gezeigt wurde, erhielten die Teilnehmer, die nicht gewonnen haben, „Roosters“-Gutscheine“ von den Stadtwerken und Kinogutscheine vom CineStar.

Nach Ende der Veranstaltung freute sich Jan Zimmer, der auch der Initiative angehört: „Ich bin sehr erleichtert, dass alles so gut geklappt hat und freue mich für alle Beteiligten.“

Melina Seiler

Stufe 10

Märkisches Gymnasium Iserlohn