Vater des „Ruhr-Lenne-Achters“ freut sich auf die Einweihung

A
A
Foto: Michael May IKZ
Ulrich Pagenstechers Vision für eine neue Radtouristik-Attraktion wird jetzt wahr.

Iserlohn..  „Dass meine Idee in nur eineinhalb Jahren umgesetzt wurde, finde ich ganz toll“, freut sich Ulrich Pagenstecher. Der Mitbegründer des Allgemeinen Deutschgen Fahrradclubs (ADFC) Iserlohn vor 20 Jahren ist stolz, dass seine Vision des „Ruhr-Lenne-Achters“ realisiert wurde und im April mit viel Prominenz eingeweiht wird. „Ich weiß, wie schwer es ist, solch dicke Bretter zu bohren. Es macht Spaß, die Initiative zu ergreifen und zu sehen, dass das dann umgesetzt wird.“

Der Iserlohner schaut in das Faltblatt des Märkischen Kreises zu der Fahrradtour, die in Iserlohn startet und weiter führt über Hemer, Menden, Fröndenberg, Schwerte, Dortmund, Hagen und dann nach 67,5 Kilometern Strecke wieder in Iserlohn endet. Er selber hat die Strecke schon sechs oder sieben Mal geradelt. Eines seiner Fotos ziert auch den Flyer, der neben einer Karte Informationen über die Sehenswürdigkeiten am Wegesrand enthält.

Vorschlag für einen herrlichen Rundkurs

Wie es dazu kam? Der zweite Vorsitzende des ADFC lobte 2014 in einem Leserbrief in unserer Zeitung den Radweg Hemer-Menden als absolute Bereicherung für die Region und schlug einen Lückenschluss für einen herrlichen Rundkurs vor, der auch viele auswärtige Touristen in die Region bringen könnte. Pagenstechers Tour-Idee: „Wir fahren auf dem Bahntrassenradweg über Hemer nach Menden, dort auf den Hönnetalradweg bis zur Ruhr, den Ruhrtalradweg bis zur Lennemündung, den Lenneradweg bis Letmathe und von hier wieder zurück nach Iserlohn.“ Da durch die Wegführung eine Acht entsteht, schlug er den Namen „Ruhr-Lenne-Achter“ vor.

Der Märkische Kreis habe daraufhin in Absprache mit den Anrainer-Städten seinen Vorschlag in den Plan „Radeln nach Zahlen“ aufgenommen und entsprechende Schilder in Auftrag gegeben. „Der ADFC und die Stadt Iserlohn entwickelten verschiedene Logos“, erzählt er weiter, dass der Gestaltungsvorschlag der städtischen Grafikabteilung dann als bester gewählt wurde.

Wochenend-Arrangements für radelnde Touristen

Der Ruhr-Lenne-Achter könnte bald eine Alternativ-Route zum Ruhrtalweg werden. Der gehört zu den am stärksten befahrenen Radwegen Deutschlands, weiß der erfahrene Radfahrer, der seit seinem Eintritt in den Ruhestand noch mehr Zeit ins sportliche Hobby investiert, das ihn schon in viele Länder geführt hat. Im vergangenen Jahr nahmen viele Radbegeisterte an der ersten Ruhr-Lenne-Achter-Erkundungstour des ADFC unter seiner Leitung teil.

Ulrich Pagenstecher sieht eine enorme Chance durch Radtouristen für den Fremdenverkehr: „Die Leute wollen Bahntrassen und flussbegleitende Radwege. Das ist auf Dreivierteln dieser Strecke gegeben. Wichtig ist, dass das Stadtmarketing jetzt mit den Hotels an der Route das Potenzial für Wochenend-Arrangements austüftelt. Da könnte auch das Seilerseebad mit einbezogen werden.“ An der Strecke seien fünf Bahnanschlüsse und etliche Parkplätze. Man könne von vielen Punkten aus starten.

Der Iserlohner denkt sogar noch weiter. „Es wäre kein Problem, wenn der Ruhr-Lenne-Achter angenommen wird, die Routen zu erweitern.“ Pagenstecher nennt als Beispiel „eine tolle Tour zum Hegenscheid“. Mit Elektro-Rädern wäre das angesichts der Höhenprofile auch kein Problem, weiß der Pedalist aus Erfahrung.

 
 

EURE FAVORITEN