Und plötzlich eine Pionierin

Eine Verbindung mit Tradition: Brigitte Riesenkampff von der Riesenkampff-Stiftung, Durable-Geschäftsführer Horst Werner Maier-Hunke
Eine Verbindung mit Tradition: Brigitte Riesenkampff von der Riesenkampff-Stiftung, Durable-Geschäftsführer Horst Werner Maier-Hunke
Foto: IKZ/Michael May
Die Estin Eneli Külaots absolviert ein Praktikum bei Durable - und darf nicht darüber reden

Iserlohn..  Seit Anfang Juli ist sie in Iserlohn, und seitdem ist sie auch in ganz Deutschland unterwegs. Doch reden darf die Estin Eneli Külaots über ihre Tätigkeit als Praktikantin beim Iserlohner Büroartikel-Hersteller Durable nicht, zumindest nicht über jedes Detail.

Die sind nämlich Firmengeheimnis, und so ist die 25-jährige Studentin der Wirtschaftswissenschaften unverhofft und plötzlich zu einer Art Pionierin geworden, betreibt sie doch bei ihren Reisen durchs Land Marktforschung für ein neues Produkt des Unternehmens, das erst in zwei oder drei Monaten auf den Markt kommen soll - und über das man sich bei Durable noch in Schweigen hüllt.

Aufenthalt wird von Stiftung unterstützt

Noch bis zum 10. September bleibt die Studentin in Iserlohn, ihren Aufenthalt macht die Riesenkampff-Stiftung mit Sitz in Wuppertal möglich, die seit über zehn Jahren aktiv ist und seither 57 junge estnische Studenten und Studentinnen der Wirtschaftswissenschaften als Praktikanten unter anderem nach Iserlohn vermittelt hat. Neben Durable auch an Kirchhoff-Automotive. „Wir suchen aber stets nach weiteren Firmen, die jungen Esten die Chance auf ein Praktikum bieten wollen“, sagt Brigitte Riesenkampff von der Stiftung.

Weil Eneli Külaots über das neueste Durable-Produkt nicht reden darf, erzählt sie lieber von ihren Reisen für das Unternehmen, unter anderem nach Berlin, Hamburg, München und Nürnberg. Und vom Schützenfest, einem kleinen Kulturschock offenbar. „Merkwürdig“ nennt die junge Frau die Iserlohner Traditionsveranstaltung.

Ihr Hauptaugenmerk galt in den vergangenen Wochen jedoch der deutschen Arbeitskultur. Die Esten, so sagt sie, seien da den Deutschen aber sehr ähnlich, pünktlich und zuverlässig.

Diesen Eindruck teilt man offenbar auch bei Durable, wo man auch in Zukunft junge Esten als Praktikanten beschäftigen will, wie Geschäftsführer Horst-Werner Maier-Hunke sagt.

 
 

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