Über 2000 Schüler in der Ausstellung

Im Friederike Fliedner-Kolleg bedankte sich Melis Kiran vom Anne-Frank-Zentrum Berlin (Mitte) bei Jürgen Lensing vom Iserlohner Kinder- und Jugendbüro und Elke Sprenger-Schreyer vom Friederike-Fliedner-Berufskolleg für die gute Zusammenarbeit.
Im Friederike Fliedner-Kolleg bedankte sich Melis Kiran vom Anne-Frank-Zentrum Berlin (Mitte) bei Jürgen Lensing vom Iserlohner Kinder- und Jugendbüro und Elke Sprenger-Schreyer vom Friederike-Fliedner-Berufskolleg für die gute Zusammenarbeit.
Foto: IKZ
Die Bilanz der Anne-Frank-Ausstellung und der Begleitveranstaltungen fiel jetzt überaus positiv aus. Jürgen Lensing vom städtischen Kinder- und Jugendbüro und Melis Kiran vom Anne-Frank-Zentrum Berlin lobten die 19 jugendlichen Ausstellungsscouts.

Iserlohn..  „Es war alles ausgebucht und die Resonanz der Besucher war sehr gut“, resümiert Elke Sprenger-Schreyer vom Friederike-Fliedner-Berufskolleg am Ende der Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“. Die Koordinatorin nennt auch Zahlen: „70 Schulklassen mit über 2000 Schülern haben sie gesehen. Auch die öffentlichen Besuchszeiten wurden stark frequentiert.“ Sogar Gruppen aus Dortmund und Schwerte hätten die Sonderschau besucht.

„Das ist enorm“, weiß Melis Kiran vom Anne-Frank-Zentrum Berlin. In anderen Städten, in denen diese Ausstellung zu sehen war, seien durchschnittlich 700 Besucher gekommen. Sie lobte die 19 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, darunter sieben Jungen, die sich als Ausstellungsführer hatten ausbilden lassen und somit den interessierten Gruppen auf Augenhöhe begegneten.

Zertifikate als Dank für das besondere Engagement

„Es war unfassbar schön mit Euch. Es war mir eine Ehre, Eure Teamerin zu sein“, lobte Melis Kiran die Jugendlichen und überreichte ihnen Teilnahmezertifikate vom Anne-Frank-Zentrum Berlin. Jürgen Lensing vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt teilte ebenfalls Teilnahmebescheinigungen aus, in denen ihnen Bürgermeister Dr. Ahrens für ihr Engagement in der vierwöchigen Ausstellungszeit dankte.

Als Anerkennung für das herausragende Engagement für die Erinnerung an Anne Frank, für Freiheit und Demokratie sowie den Kampf gegen Antisemitismus und Diskriminierung dankte das Anne-Frank-Zentrum der Schule mit einer Urkunde mit dem Konterfei Anne Franks.

Melis Kiran lud die Jugendlichen außerdem auch ins Anne-Frank-Zentrum Berlin ein. Sie warb bei den Ausstellungsbegleiterinnen und -begleitern für das Anne-Frank-Botschafter-Projekt. In einer viertägigen Schulung werden sie für Themen wie Zivilcourage und Diskriminierung sensibilisiert und für ähnliche Projekte motiviert. Aus den Erfahrungen rund um das Ausstellungsprojekt wollen sich etliche Jugendliche weiter für ein friedliches Miteinander engagieren. Das war bei der Abschlussbesprechung im Friederike-Fliedner-Kolleg herauszuhören. Mandy Wengenroth von der Hauptschule Letmathe möchte sich beispielsweise weiter gegen Rassismus einsetzen. Die 16-jährige Schülerin schildert, dass die Ausbildung zur Ausstellungsbegleiterin ihr Selbstbewusstsein gestärkt und sie ihre Angst, vor Gruppen zu sprechen, überwunden hat. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Falls so ein ähnliches Projekt noch mal angeboten wird, bin ich bestimmt wieder dabei.“

Das freute Jürgen Lensing vom Kinder- und Jugendbüro, der auch anbot, bei Interesse Referenten und Informationen zu besorgen. Er wolle auch das Potenzial, das sie sich erarbeitet haben, für weitere Ausstellungs- und Aufklärungsprojekte nutzen.

Nadine Bastek (16) von der Hauptschule Letmathe zog ebenfalls ein positives Fazit: „Die Schüler waren sehr interessiert. Die Botschaft ist besser angekommen, weil wir die Zusammenhänge in unserer Sprache erklärt haben.“

Auch die Stenner-Gymnasiastin Antonia Skiba (18), die einen Geschichtsleistungskurs besucht, fand dieses Ausstellungsprojekt sehr lehrreich, in dem sie viel über das persönliche Schicksal Anne Franks erfuhr: „Ich bin sehr froh, dass ich mitgemacht habe. Ich habe auch Interesse daran, Anne-Frank-Botschafterin zu werden.“

Anne Franks Schicksal war leider kein Einzelfall

Ihre Mitschülerin Anni Schleicher (18) ergänzt, dass sie bei der Schulung zu den Ausstellungspräsentationen viel über sich selbst gelernt habe und selbstsicherer geworden sei, obwohl sie durch Nachhilfeunterricht und bilingualen Unterricht in einem Camp schon Routine in der Wissensvermittlung besitze. Und bei der Behandlung des Schicksals von Anne Frank habe sie gelernt, dass ihre Geschichte leider kein Einzelfall war.

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