Sekundarschule

Bilden auch weiterhin die Lenkungsgruppe des Bildungsforums Iserlohn: Klaus Stinn (v.l.), Volker Burghoff, Anja Breer, Jörg Lohölter und Michael Joithe.
Bilden auch weiterhin die Lenkungsgruppe des Bildungsforums Iserlohn: Klaus Stinn (v.l.), Volker Burghoff, Anja Breer, Jörg Lohölter und Michael Joithe.
Foto: Josef Wronski/IKZ

Iserlohn.  Das zentrale Thema bei der zweiten Sitzung des Bildungsforums Iserlohn (BFI) am Dienstag im Ratssaal lautete erneut „Weiterführende Schule in Hennen/Zweite Gesamtschule“. Die Schulleiterin der Hauptschule Hennen, Karin Vogel, sagte: „Wir fühlen uns beiseite geschoben.“ Sie kritisierte, dass in den Überlegungen der Alternative Sekundarschule kein ausreichender Raum gegeben worden sei. Viel zu schnell sei alles in Richtung zweiteGesamtschule in Gang gesetzt worden.

Die Leiterin der Realschule Hemberg, Ute Neugebauer, sagte, die Sekundarschule habe bei der Trendabfrage keine Chance gehabt, weil sie den Eltern im Vorfeld nicht ausreichend bekannt gemacht worden sei.

Unter anderem Klaus Stinn, Mitglied der Lenkungsgruppe des Bildungsforums, brachte auch die Möglichkeit eines Schulversuchs im Iserlohner Norden ins Gespräch. Das Modell „Gemeinsames Lernen von Klasse 1 bis 10“ sei bei der Landesregierung in Vorbereitung, so Stinn, erste Schulen hätten bereits Anträge gestellt. In Hennen sei ein solches Modell durchaus denkbar. Auch Anja Breer von der Lenkungsgruppe kritisierte, dass man sich zu wenig mit Alternativen beschäftigt habe.

Bei der weiteren Diskussion über die Trendabfrage brachten sich auch die Vertreter der Parteien ein. Im wesentlichen waren das aber die bekannten Argumentationen dies- und jenseits des Bildungsbündnisses. Jörg Lohölter von der Lenkungsgruppe bezeichnete es als normal, dass im Iserlohner Norden „gesamtschullastig“ abgestimmt worden sei. Hätte eine Trendabfrage eine Gesamtschule in Letmathe zum Thema gehabt, hätte es auch dort eine entsprechende Stimmenhäufung gegeben. Wiederholt wurde gefordert, dem bevorstehenden Schülerrückgang bei allen Planungen die gebührende Beachtung zu schenken.

Zustimmend zur Kenntnis, so Stinn, nahm die Versammlung den Vorschlag der Lenkungsgruppe, in die weitere Diskussion einen Mediator einzuschalten und solange eine Moratorium zu verabreden. Das könne natürlich nur die Politik auf den Weg bringen. Thema war auch der Investitionsstau an den vorhandenen Schulgebäuden. Rund 10 Millionen Euro, so Klaus Stinn, seien von den Schulen für Erhaltungsaufwand angemeldet worden, 2012 könnten aber nur Maßnahmen in einer Höhe von 1,15 Millionen Euro realisiert werden. Ähnlich sei die Situation bei den Kindergärten. Maßnahmen in Höhe von 360 000 Euro würden hier nur 31 000 Euro an Mitteln gegenüberstehen.

Zugestimmt wurde einem Konzept für das Bildungsforum. Demnach sei das BFI überparteilich und „stellt das Interesse an einer funktionieren und finanzierbaren Bildungslandschaft der Stadt Iserlohn stets über das (berechtigte) Interesse von Einzelnen oder Gruppen.“ Michael Joithe betonte, dass man in der aktuellen Schuldiskussion keine Präferenz habe, sich aber für eine transparente Debatte einsetze. In diesem Zusammenhang forderte Joithe auch Antworten auf die sieben Fragen ein, die man jüngst gestellt habe (wir berichteten).

Die Lenkungsgruppe des Bildungsforums, die in ihrer Zusammensetzung Klaus Stinn, Volker Burghoff, Anja Breer, Jörg Lohölter und Michael Joithe bestätigt wurde, soll nach Möglichkeit noch um jeweils einen Vertreter aus Stadtschulpflegschaft, Jugendamtselterbeirat und Kinder- & Jugendrat ergänzt werden.

Auf den Weg gebracht wurde außerdem die Einrichtung einer Arbeitsgruppe „Inklusion“. Auf Anregung von Schuldezernentin Katrin Brenner solle dieser Arbeitskreis mit einem bereits vorhandenen städtischen Gremium nach Möglichkeit kooperieren.

 
 

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