Schüler und Betriebe in einem Boot

Vertreter aus der Wirtschaft, von Verbänden und den Ausrichter-Kommunen warfen einen Blick auf die Ausbildungs- und Studienbörse auf dem BiTS-Campus in Iserlohn.
Vertreter aus der Wirtschaft, von Verbänden und den Ausrichter-Kommunen warfen einen Blick auf die Ausbildungs- und Studienbörse auf dem BiTS-Campus in Iserlohn.
Foto: IKZ
Das neue Schuljahr hat zwar gerade erst begonnen, doch für viele ist es ein wegweisendes. Was will ich werden, was kommt nach der Schule? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die Ausbildungs- und Studienbörse, die längst ihre Schatten voraus wirft.

Iserlohn..  116 Aussteller, etwa 4000 zu erwartende Besucher – was die Zahlen angeht, ist die Ausbildungs- und Studienbörse, die Schülern am Donnerstag, 11. September, zum dritten Mal als Wegweiser in die berufliche Zukunft dienen soll, erneut gewachsen. Und tatsächlich sind die Veranstalter, die Städte Balve, Hemer, Menden und Iserlohn sowie Sponsoren und Partner schon ein Stück stolz darauf, wie umfangreich die kommende Börse den Schülern bei der Berufswahl helfen kann.

Börse bleibt lebendig und hilfreich

„Sie ist einfach lebendiger als eine Berufsberatung am Computer“, sagte etwa Ingeborg Woywod von der Sparkasse Iserlohn im Rahmen einer Pressekonferenz. Dr. Christian Wingendorf, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Märkisches Sauerland, sieht in der Börse „eine wertvolle Entscheidungshilfe, weil das ganze Spektrum dabei ist“.

Thomas Haude von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Iserlohn, relativierte die rekordverdächtigen Zahlen allerdings. „Es geht nicht darum, die Masse an Schülern zu uns zu holen. Wir wollen die, die sich wirklich informieren wollen.“ Erstmals ist es gelungen, einige Gymnasien davon zu überzeugen, dass der Börsenbesuch auch für Abiturienten wertvoll sein kann. „Nicht alle wollen anschließend studieren“, weiß Haude. Offenbar setzt sich dieses Bewusstsein nun auch bei den Schulen mit der Sekundarstufe II durch. Andrea Swoboda vom Fachbereich Jugend, Familie, Bildung und Soziales der Stadt Menden wies darauf hin, dass die Gymnasien Walpurgis und Heilig Geist dabei sein werden, zum Teil auch Schüler des Walram-Gymnasiums. Ein Schwerpunkt wird die Kombination aus Studium und Beruf sein.

Vor Ort treffen die Schüler nicht nur auf zahlreiche Unternehmen, die ihre Profile vorstellen. Viele verraten zudem, wie eine erfolgreiche Bewerbung funktioniert, worauf es also bei Lebenslauf und Anschreiben ankommt, wie ein Bewerbungsgespräch geführt wird und was in Einstellungstests gefordert wird. „Das ist ja durchaus noch einmal etwas anderes als die Hinweise, die Schüler von ihren Lehrern im Unterricht bekommen“, sagt Kirsten Staubach von der Grundstücks- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Hemer.

Im Vorfeld der Börse gibt es zwei Eltern-/Schülerabende für die Interessierten aus den vier Veranstalterstädten. Am Mittwoch, 27. August, machen Referenten verschiedener Institutionen die Teilnehmer aus Iserlohn und Hemer mit Hintergrundinformationen und Geheimtipps fit für die Ausbildungs- und Studienbörse, Beginn ist um 19 Uhr im Audimax der BiTS.

Unternehmen sollen selbstbewusster werde

Die Börse ist aber nur ein Weg, die Fachkräfte von morgen über ihre Perspektiven in der Heimat zu informieren. Werner Sülberg vom Märkischen Arbeitgeberverband betonte, dass die Unternehmen sich und ihre Stärken offensiver kommunizieren müssen. „Wir haben viel zu bieten, dass müssen wir aber noch stärker transportieren. Südwestfalen ist schließlich Deutschlands drittstärkste Wirtschaftsregion.“ Mit einer Marketingstrategie soll das gelingen.

 
 

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