Religionsfreiheit und Toleranz als Grundwerte der Verfassung

Ulrich Steden
Zusammen mit Vertretern der Moscheevereine hat die SPD am Samstagmorgen das Grundgesetz verteilt.
Zusammen mit Vertretern der Moscheevereine hat die SPD am Samstagmorgen das Grundgesetz verteilt.
Foto: IKZ

Iserlohn.  Als überaus positiv bewerteten am Samstagmorgen Dimitrios Axourgos, Vorsitzender der SPD Iserlohn, und weitere SPD-Mitglieder, darunter auch der Landtagsabgeordnete Michael Scheffler und Fraktionsvorsitzender Mike Janke, die Aktion auf der Wermingser Straße, bei der an Passanten kostenlos das Grundgesetz verteilt wurde. Die meisten Angesprochenen hätten sehr interessiert reagiert, negative Kommentare seien die ganz große Ausnahme gewesen.

Thema Glaubensfreiheit

Unterstützt wurde die Aktion auch von Vertretern der Moscheevereine, um so auch eine größere Akzeptanz bei Mitbürgern mit Migrationshintergrund zu erhalten. Auch die Mitglieder des SPD-Arbeitskreises Integration und Migration (AIM) waren am Stand. Direkt vor Ort waren die islamischen Vereinsvertreter Dogan Üstan, 1. Vorsitzender DITIB-Iserlohn, Mustafa Üstün, Geschäftsführer DITIB-Iserlohn, Hizir Öztürk, 1. Vorsitzender IGMG Iserlohn, Yakup Acikel, 1. Vorsitzender DITIB-Letmathe, Aoubi Tahar, 1. Vorsitzender Moscheegemeinde an der Wiemer und Muhamed Ahraou, 1. Vorsitzender Moscheegemeinde Karlstraße. Besonders der Artikel 4, bei dem es um die Glaubensfreiheit geht, war bei Mitbürgern mit Migrationshintergrund ein wichtiges Thema, so Ugur Ünal von der SPD.

„Das Grundgesetz und vor allem seine ersten 20 Artikel bilden unsere demokratisch-freiheitliche Grundordnung in der Bundesrepublik“, so Axourgos im Gespräch mit der Heimatzeitung. „In den Artikeln ist beschrieben, wie wir uns in Deutschland und somit auch in Iserlohn begegnen und unser Zusammenleben gestalten wollen. Die Achtung der Menschenwürde, die Prinzipien von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, soziale Bürgerrechte, die Religionsfreiheit, gegenseitige Toleranz und Freiheitsliebe – all diese Werte sind im Grundgesetz verankert. Das kann nur gelingen, wenn alle Menschen die Grundwerte unserer Verfassung kennen, nutzen und selbstverständlich auch akzeptieren“, war der Tenor bei der SPD-Aktion. „Extremisten und Fundamentalisten, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährden wollen, haben bei uns keinen Platz. Verfassungsfeindliche Gruppierungen jeglicher Art müssen von uns gemeinsam bekämpft werden“, lautete die Richtlinie der SPD und der islamischen Vereinsvertreter.