Reise in die Klangwelten sphärischer Sound und Gitarrenriffs

„CanGuru“ überzeugten durch Improvisationstalent.
„CanGuru“ überzeugten durch Improvisationstalent.
Foto: IKZ
Die Bands „FX3“ und „CanGuru“ haben das Publikum beim Konzert im „Stay Wild“ begeistert.

Iserlohn..  Ostern einmal anders: Mit psychedelischen Klängen, Krautrock und einer bizarr anmutenden Lichtshow zog das Live-Programm im „Stay Wild“ am Samstag die Besucher in seinen Bann.

Während andernorts die ersten Osterfeuer das Dunkel der Nacht erhellten, begaben sich die Gäste mit den Bands „FX3“ und „CanGuru“ auf eine gemeinsame Reise in die Klangwelten sphärischer Sounds und treibender Gitarrenriffs. Mit den Mendenern von „FX3“ eröffneten echte Musik-“Dinos“ das Programm. Besteht die Band, die sich meditativ anmutendem Space-Rock und prägnanten New-Wave-Beats verschrieben hat, doch aus echten Deutschrock-Urgesteinen: Sandor Szabo (Gesang, Gitarre), Sabine Szabo (Bass) und Stefan Schneider (Schlagzeug) bilden ebenfalls aktuell die Besetzung der legendären Mendener NDW-Formation „D-Zug“. Als „FX3“ bereichert dann Robin Gellenbeck (Digeridoo, Gitarre) die Band um einen zusätzlichen Sound-Tüftler.

Die langjährige Erfahrung der Bandmitglieder spiegelte sich am Samstag auch bei deren technischer Verspieltheit wider. Satter handgemachter Gitarrensound, der durch Flanger, Synthesizer-Loops und Wah-Wah-Pedale modifiziert aus den Boxen hämmerte, sorgte für hypnotisch verhangene Atmosphäre im Club. Die wuchtigen Eigenkompositionen mit Punk-Anstrich und Klangcollagen a la Pink Floyd überzeugten das Publikum auf ganzer Linie.

Nicht weniger Begeisterung erntete auch der anschließende Auftritt der Lüdenscheider von „CanGuru“. Mit Fabio am Bass, „Synthox“ an den Keyboards, Mario (Drums) und Frontmann Burghard Schimmel (Gitarre und Gesang) legten hier ebenfalls Musiker mit langjähriger Bühnenerfahrung die Songs der Krautrock-Legende „CAN“ neu auf und einten die Zuhörer aus alteingesessenen Psych-Rock-Fans und noch jungen Rockfreunden beim gemeinsamen Feiern vor der Bühne. Besonders beeindruckten die Musiker dabei mit ihrem Improvisationstalent: Zwar standen mit Songs wie „You doo right“ oder „Mother Sky“ durchweg die großen Hits des Originals auf der Setliste, aber in den Arrangements von „CanGuru“ entwickelten sich die Lieder live zu erweiterten Versionen. „,CAN’ selbst haben ihre Kompositionen ständig verlängert oder verändert, und dieser Tradition sehen wir uns auch als Tribute-Band verpflichtet“, erklärt Burghard Schimmel diesen Umgang mit dem Material. Der eingebrachte eigene Stil und die authentische Darbietung sorgten noch bis zum frühen Morgen für großartige Stimmung.

 

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