Private Schule oder eine Dependance in Hennen

Foto: Josef Wronski/IKZ
Bildungsbündnis möchte Standort in Hennen auf jeden Fall sichern.

Iserlohn.  Eine erst kurz vor Sitzungsbeginn vom Bildungsbündnis eingebrachte Tischvorlage mit mehreren Beschlussvorschlägen brachte am Donnerstag nicht nur die Tagesordnung des Schulausschusses durcheinander, sondern sorgte auch für einen verspäteten Beginn, da sich die Ausschussmitglieder, die Erste Beigeordnete Katrin Brenner und auch die Ausschussvorsitzende Renate Brunswicker erst mit dem Inhalt vertraut machen mussten, der mit anderen Beschlussvorschlägen verglichen werden musste.

Kein Kind abweisen

Der gemeinsame Beschlussvorschlag der Fraktionen SPD, Bündnis 90 / Die Grünen, FDP und Die Linke zielte darauf ab, die Zügigkeit der Städtischen Gesamtschule Iserlohn für die Sekundarstufe I (Jahrgänge 5 bis 10) von sechs auf acht Züge zu erweitern. Für das Schuljahr 2014/2015 erfolgt die Aufnahme aller angemeldeten Fünftklässler am Standort Gerlingsen. Zur Begründung wurde angeführt, dass der Schulausschuss im September beschlossen habe, dass Lösungen zu entwickeln seien, dass ab dem Schuljahr 2014/2015 kein Kind mehr wegen Raummangels abgewiesen wird. Die aktuelle Diskussion um die Errichtung einer privaten Gesamtschule am Standort Hennen sei für das kommende Schuljahr ohne Belang, da mit der Errichtung frühestens 2015 zu rechnen sei, argumentierte SPD-Mitglied Dimitrios Axourgos. Mit den Stimmen des Bildungsbündnisses wurde der Beschluss angenommen.

Mit dem Schulstandort Hennen befasste sich auch ein weiterer Beschlussvorschlag des Bildungsbündnisses. Dieser soll ab dem Schuljahr 2015/2016 durch die Errichtung eines erweiterten Gesamtschulangebotes genutzt und gesichert werden. Daher wird das Internationale Bildungs- und Sozialwerk gebeten, dass Prüf- und Genehmigungsverfahren frühzeitig einzuleiten. Sollte es im Jahre 2015 nicht zur Errichtung der Ersatzschule kommen, wird der Standort Hennen durch Errichtung einer Dependance der Gesamtschule Iserlohn gesichert. Auch dieser Vorschlag wurde mit den Stimmen des Bildungsbündnisses gegen die Stimmen der CDU angenommen. Auch zum Gesamtschul-Standort Gerlingsen lag ein Beschlussvorschlag des Bildungsbündnisses vor. Darin heißt es: Die Zügigkeit der Gymnasialen Oberstufe der Gesamtschule Nußberg wird von vier auf sechs Züge erweitert. Die Verwaltung wird beauftragt, den Investitionsbedarf zur Unterbringung der erweiterten Gymnasialen Oberstufe am Standort Nußberg zu ermitteln. Wie schon bei den anderen Beschlüssen stimmten die acht Mitglieder des Bildungsbündnisses für diesen Vorschlag, bei sieben Gegenstimmen. Die endgültigen Entscheidungen wird der Rat im Dezember zu fällen haben.

Pädagogisches Konzept

Gar nicht erst zur Abstimmung gebracht wurde ein Antrag der CDU-Fraktion, der die Erarbeitung eines pädagogischen Konzeptes für die Sekundarstufe I vorsieht und den Matthias Jakubanis zuvor begründet hatte. Als Plattform und Denkwerkstatt, die professionell begleitet werden müsse, bezeichnete Jakubanis diesen Erarbeitungsprozess, der in Abstimmung mit den Beteiligten aller weiterführenden Schulen zu erfolgen habe.

 
 

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