Pellets und Sonne als Alternative zu Gas und Öl

So sieht ein klimafreundlicher Heizungskeller aus (v.l.):
So sieht ein klimafreundlicher Heizungskeller aus (v.l.):
Foto: IKZ
Die Verbraucherzentrale lädt am 13. Juni zur Besichtigung einer Heizungsanlage ins Hembergstadion

Iserlohn..  Holzpellets und Solarenergie als Alternative zu Öl und Gas – für viele Haushalte in Iserlohn, deren Besitzer über die Anschaffung einer neuen Heizung nachdenken, kann dies eine echte Alternative sein. „Man muss das von Fall zu Fall beurteilen, aber besonders für Haushalte in ländlichen Gebieten, die nicht an ein Gasnetz angeschlossen sind, kann das eine echte Option sein“, sagt Martin Wulf, Energieberater der Verbraucherzentrale Iserlohn/Hemer.

Bis zu einem Drittel der Kosten durch Fördergelder

Aus diesem Grund werden interessierte Bürger am Samstag, 13. Juni, ins Hembergstadion eingeladen. Dort findet von 10 bis 13 Uhr im Rahmen der „Wochen der Holzpellets und Solarthermie“ eine Besichtigung der dortigen Heizungsanlage statt. Energieberater Martin Wulf und der Iserlohner Klimaschutzmanager Stefan Marquardt werden Besuchern Rede und Antwort zum Thema Pelletheizung stehen und über Fördermöglichkeiten informieren.

Um ihr Anliegen bereits im Vorfeld zu bewerben, hatten die beiden Experten schon jetzt nach Hemer geladen. Dort gewährte Erich Falk Einblicke in seinen Heizungskeller mit Pelletsheizung und solarthermischer Anlage. Der Hemeraner hatte vor drei Jahren rund 24 000 Euro in die neue Anlage investiert, mit der er nun die 140 Quadratmeter Wohnfläche seines Hauses beheizt – und laut eigenem Bekunden 8000 Euro davon über Fördergelder finanziert. „Ich bin sehr zufrieden damit“, sagt er. „Die Sätze wurden gerade erst erhöht“, wirbt Wulf. „Im Idealfall kann etwa ein Drittel der Kosten durch Fördergelder gedeckt werden.“

Und dennoch – dessen sollten sich Interessenten bewusst sein – die Anschaffung einer Pelletsheizung ist deutlich kostenintensiver als die einer Anlage für Gas oder Öl. „Das liegt daran, dass diese Geräte schlicht noch in höherer Stückzahl produziert werden“, sagt Marquardt.

Trotzdem glauben beide an das Modell: „Holz und Sonne sind günstige Lieferanten für umweltfreundliche Heizenergie“, sagt Wulf. „Wenn die Bedingungen stimmen.“ Beispielsweise bedarf es für Pellets doppelt so viel an Lagerfläche wie für Öl. Wer mit Pellets, aber ohne ergänzende Solaranlage heizt, der muss mit gewissen Verlusten beim Anlauf planen. „Es ist darum wichtig, dass Interessierte sich im Vorfeld umfassend beraten lassen, um zu schauen, was für den jeweiligen Haushalt passt“, sagt Wulf.

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