Paul Ziemiak kandidiert für JU-Bundesvorsitz

Der Iserlohner Paul Ziemiak möchte für den Bundesvorsitz der Jungen Union kandidieren.
Der Iserlohner Paul Ziemiak möchte für den Bundesvorsitz der Jungen Union kandidieren.
Foto: WAZ FotoPool
Die Wahl des Bundesvorstandes der Jungen Union findet im Spätsommer/Herbst auf dem nächsten JU Deutschlandtag im bayrischen Inzell statt.

Iserlohn/Düsseldorf. Der Iserlohner Paul Ziemiak wurde am Samstag vom erweiterten Landesvorstand der Jungen Union einstimmig für das Amt des JU-Bundesvorsitzenden nominiert. Philipp Mißfelder, der die CDU-Nachwuchsorganisation seit nunmehr zwölf Jahren führt, wird beim JU-Deutschlandtag, der im Spätsommer oder Frühherbst im bayrischen Inzell stattfinden wird, aus Altersgründen nicht erneut für den Posten antreten.

Eine Flasche „Doppelherz“

Zur Stärkung für die Zeit bis zum Wahltag gab es für den Iserlohner, der der JU-NRW seit 2012 vorsitzt, am Samstag erst einmal symbolisch eine Flasche „Doppelherz“ von den Kollegen aus dem Landesvorstand. Und Energie wird Ziemiak auch brauchen angesichts des Terminkalenders im Rahmen der Kandidatur, der ihn bereits am Sonntag nach Schleswig-Holstein führte. „Die interne Debatte, wer der Nachfolger von Philipp Mißfelder werden könnte, hat schon im vergangenen Jahr stattgefunden. Im Dezember bin ich dann von mehreren Bezirks-Vorsitzenden der JU aufgefordert worden, anzutreten“, berichtete Ziemiak am Sonntag im Gespräch mit unserer Zeitung. Der 28-Jährige nutzte daraufhin die Weihnachtszeit als Denkpause, die schließlich in den Entschluss mündete, die Kandidatur anzustreben. „Ich bin mit 14 Jahren in die Junge Union eingetreten und mit Herz und Seele JUler. Ich möchte mich mit Inhalten und Konzepten für die Zukunft der Jungen Union bewerben.“ Angst vor einem möglichen Gegenkandidaten hat Ziemiak, der auch dem Stadtverband der Iserlohner CDU vorsteht, nicht: „Seit vielen Jahren trage ich Verantwortung innerhalb der JU, und ich glaube, dass wir mit einem starken Team , egal, auf welcher Ebene, sehr viel für junge Menschen erreichen können. Gerade auch in Zeiten einer Großen Koalition brauchen wir eine kritische Jugendorganisation. Davon hoffe ich die Delegierten beim Deutschlandtag überzeugen zu können.“

Neben der Kandidatur als Mißfelder-Nachfolger tritt Paul Ziemiak, der an der Iserlohner BiTS Unternehmenskommunikation studiert und als Kommunikationsreferent für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers in Düsseldorf arbeitet, überdies an, um im Mai ein CDU-Mandat für den neuen Stadtrat zu gewinnen. Mögliche zeitliche Probleme hält er für überwindbar, sollte er in beiden Wahlen erfolgreich sein. „Ich halte es für sinnvoll, Bundes- und Landespolitik nicht von der Kommunalpolitik zu entkoppeln. Die beiden Aufgaben können einander befruchten.“

Politisches Gespür

Überzeugt davon, den richtigen Mann aufs Schild gehoben zu haben, ist derweil der JU-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen. „Paul Ziemiak vertritt seit Jahren engagiert die Interessen der jungen Generation. Er zeichnet sich durch seine unbefangene Art und sein politisches Gespür für die wichtigen Fragen unserer Zeit aus“, erklärt der stellvertretende Landesvorsitzende Dr. Christian Hermelingmeier in einer Pressemitteilung. Paul Ziemiak schaffe er es immer wieder, eine Brücke zwischen dem festen Wertefundament der Jungen Union und der aktuellen Tagespolitik zu schlagen. „Der Landesvorstand sieht in ihm den richtigen Kandidaten für den JU-Bundesvorsitz, weil er sich nicht nur in Debatten einbringt, sondern selbst viele Impulse setzt und die Dinge dann auch anpackt“, so Hermelingmeier weiter. „Die Junge Union Deutschlands muss sich auch in Zukunft entscheidend an der Gestaltung unseres Landes beteiligen. Wir sind davon überzeugt, dass Paul Ziemiak als Bundesvorsitzender die erfolgreiche Arbeit der Jungen Union fortsetzen und dabei auch mit neuen Ideen und einer eigenen Handschrift prägen kann.“

 
 

EURE FAVORITEN