NRW beim

Der neue Stadtverbandsvorstand Iserlohn/Hemer von Bündnis 90/Die Grünen: Sprecherin Renate Oehmke (v. r.), Sprecher Denis Potschien, Beisitzerin Elisabeth Szkudlapski, Kassiererin Petra Blankemeier, Beisitzerin Ina Klein und Beisitzer John Haberle.
Der neue Stadtverbandsvorstand Iserlohn/Hemer von Bündnis 90/Die Grünen: Sprecherin Renate Oehmke (v. r.), Sprecher Denis Potschien, Beisitzerin Elisabeth Szkudlapski, Kassiererin Petra Blankemeier, Beisitzerin Ina Klein und Beisitzer John Haberle.
Foto: IKZ

Iserlohn.  Renate Oehmke und Denis Potschien führen auch künftig den Stadtverband Iserlohn/Hemer von Bündnis 90/Die Grünen. Oehmke erhielt am Montag bei der Mitgliederversammlung im Alten Stadtbad bei der Wahl zur Sprecherin 17 Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme, Potschien konnte bei der Wahl zum Sprecher mit 18 Ja-Stimmen sogar das bestmögliche Ergebnis einfahren.

Die Mitgliederversammlung wählte weiterhin Petra Blankemeier zur neuen Kassiererin. Vorgängerin Elisabeth Szkudlapski wurde mit Blumen verabschiedet, sie gehört dem Vorstand - nunmehr als Beisitzerin - aber weiterhin an. John Haberle und Ina Klein wurden ebenfalls zu Beisitzern gewählt. Neue Rechnungsprüfer sind Martin Brömer und Carmen Kowski.

Zuvor stand ein Vortrag von Wibke Brems auf dem Programm. Bis zur Auflösung des Landtags war sie klimaschutz- und energiepolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion. Zentrales Thema war das Klimaschutzgesetz, das eigentlich in dieser Woche hätte verabschiedet werden sollen. Trotz Wahlkampfzeit zog Brems dabei eine durchaus kritische Bestandsaufnahme. Beim CO-2-Ausstoß pro Kopf bringen es die im Zusammenhang mit Klimaschutz immer wieder gern geschmähten USA mit 18 Tonnen in der Tat auf einen Spitzenwert. Nordrhein-Westfalen, so Brems, liege mit 17 Tonnen aber nur knapp dahinter. Zum Vergleich: bundesweit sind es knapp zehn Tonnen, der Durchschnitt auf Basis der Weltbevölkerung liegt etwas über vier Tonnen. Für NRW gebe es somit großen Handlungsbedarf.

Stichwort Kohle: Bundesweit liege ihr Anteil bei 40 Prozent, in NRW seien es 70 Prozent! Und während der Anteil erneuerbarer Energien im Bund immerhin bei 16,5 Prozent liege, seien es in NRW nur 5,9 Prozent. Mit dem Klimaschutzgesetz sollte bezogen auf 1990 bis 2020 eine CO-2-Reduzierung um 25 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent als verbindliches Ziel festgeschrieben werden, so die Grünenpolitikerin. Bestandteile des Gesetzes sollten weiterhin kommunale Klimaschutzprojekte, ein Klimaschutzrat und eine CO-2-neutrale Landesverwaltung bis 2030 sein.

Um ein erfolgversprechendes Klimaschutzgesetz zu garantieren, müssten die Grünen unbedingt auch in der kommenden Landesregierung sitzen, sagte Brems. Eine spürbare CO-2-Reduzierung sei zwingend notwendig, wenn NRW Industrieland bleiben wolle. Denn ab 2050 müsse man verbleibende Kontingente komplett für produktionsbedingte Emissionen etwa bei der Stahl- oder Zementproduktion reservieren. Soll heißen, dass bis dahin bei Strom, Wärme und Verkehr der Ausstoß auf Null gefahren werden müsse. Erneuerbare Energien, E-Mobilität aber auch Energieeffizienz seien wichtige Stichworte. Es solle keine zusätzlichen Kohlekraftwerke geben.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt bei der Mitgliederversammlung war das Wahlkampf-Budget des Stadtverbandes. Ein Antrag hatte 5000 Euro vorgesehen, beschlossen wurden aber nur 2500 Euro. Begründet wurde das damit, dass ein Großteil der Mittel vom Kreisverband geschultert würden.

 
 

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