Notfalls muss das Pferd von hinten aufgezäumt werden

Petra Meyer ist Konrektorin der Grundschule Lichte Kammer und Koordinatorin beim Mathematikwettbewerb. Sie schaut interessiert zu, wie die Teilnehmer an den Aufgaben tüfteln.
Petra Meyer ist Konrektorin der Grundschule Lichte Kammer und Koordinatorin beim Mathematikwettbewerb. Sie schaut interessiert zu, wie die Teilnehmer an den Aufgaben tüfteln.
Foto: IKZ
Viertklässler heimischer Grundschulen mussten am Freitag anspruchsvolle Aufgaben lösen.

Iserlohn..  „Wer kann am besten rechnen im ganzen Land?“ So könnte man den NRW-weiten Mathematik-Wettbewerb für die Klassen 4 an den Grundschulen überschreiben. Aber irgendwie auch nicht. Denn die Aufgaben sind so gestrickt, dass es nicht darum geht, wer am fleißigsten Formeln gebüffelt hat, vielmehr sind auch Pfiffigkeit und logisches Denken gefragt. Folglich müssen es auch nicht immer zwangsläufig die „Mathe-Asse“ der jeweiligen Klassen sein, die sich im Wettbewerb überdurchschnittlich gut schlagen. Am Freitag nun fand vor Ort die zweite Runde in der Grundschule Lichte Kammer statt.

Dort waren die Viertklässler vertreten, die in der ersten Runde an ihrer jeweiligen Schule auf die notwendige Punktzahl gekommen sind. Petra Meyer, Konrektorin der Grundschule Lichte Kammer und Koordinatorin des Wettbewerbs im Nordkreis, konnte zur zweiten Runde neben eigenen Schülerinnen und Schülern auch Teilnehmer der Bartholomäus-Grundschule, der Grundschule Nußberg und der Grundschule Breitenhagen aus Altena begrüßen. Die hatten übrigens ganz überwiegend nicht speziell für den Wettbewerb geübt. Denn mit „pauken“ kommt man hier nicht unbedingt weiter. Eine Aufgabe gefällig: „Vier Kinder überlegen, wie alt ihr Fußballtrainer ist. Alle Kinder vermuten ein anderes Alter. Sie tippen auf 33 Jahre, 36 Jahre, 41 Jahre und 48 Jahre. Ein Kind hat richtig geschätzt. Ein Kind liegt um fünf Jahre, eins um sieben Jahre und eins um acht Jahre falsch. Bestimme das Alter des Trainers!“

Eine typische Aufgabe. Da hilft keine Formel, sondern es gilt nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ verschiedene Möglichkeiten durchzuspielen, notfalls muss das Pferd von hinten aufgezäumt werden. Gefragt ist die richtige Idee für den Lösungsweg. Neben der eigentlichen Lösung werden die Kinder daher auch aufgefordert, zu beschreiben, wie sie am Ende auf die Lösung gekommen sind. Nach Auswertung der Bögen wird feststehen, ob einige der Rechenkünstler im Wettbewerb weitergekommen sind. Dann folgen eine dritte und vielleicht auch eine vierte Runde. Und ganz am Ende winkt die Teilnahme am NRW-Mathematik-Camp.

Noch einmal zurück zum Fußballtrainer: Kennen Sie inzwischen sein Alter? Er ist 41 Jahre alt!

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