Natalie Horler findet DSDS-Aus von Vanessa Krasniqi ungerecht

Vanessa Krasniqi nach dem Aus in der RTL-Show DSDS: "Singen allein reicht hier leider nicht, hier geht es um das Gesamtpaket".
Vanessa Krasniqi nach dem Aus in der RTL-Show DSDS: "Singen allein reicht hier leider nicht, hier geht es um das Gesamtpaket".
Foto: RTL
Die RTL-Show DSDS hat eine Favoritin verloren: Um 23.47 Uhr ist am Samstagabend der „Superstar“-Traum von Vanessa Krasniqi aus Iserlohn überraschend geplatzt. Die 17-Jährige bedauert das Aus: "Singen alleine reicht hier leider nicht".

Iserlohn. Um 23.47 Uhr ist am Samstagabend der „Superstar“-Traum von Vanessa Krasniqi bei DSDS überraschend geplatzt. Bei der „unglaublichen knappen Entscheidung der Zuschauer“, so DSDS-Moderator Marco Schreyl, hatte die 17-jährige Iserlohnerin in der dritten Mottoshow der RTL-Casting-Sendung das Nachsehen gegenüber dem 23-jährigen Kristof Hering.

Fassungslos darüber zeigten sich die Jury-Mitglieder Natalie Horler, die sich erschrocken die Hände vor den Mund hielt, und Bruce Darnell, der lieber gar nicht hinschauen mochte. Auch DSDS-Jury-Präsident Dieter Bohlen konnte es augenscheinlich zunächst nicht glauben, dass für die hoch gehandelte Favoritin schon Schluss sein soll, und applaudierte dann doch verhalten für die Entscheidung der Fernseh-Zuschauer.

Viel Lob von DSDS-Jury für Vanessa Krasniqi

Der „Pop-Titan“ war auch der einzige, der nach Vanessas Präsentation von Leona Lewis’ Song „Bleeding Love“ Kritik äußerte: „Ich fand, du warst schon besser. Ich erwarte jeden Samstag von euch, dass ihr wirklich eure Sahnehäubchen-Auftritte hinlegt, weil es geht hier wirklich um viel. Ihr könnt 500 000 Euro gewinnen, und dafür will ich euch hier halb sterben sehen. Also ihr müsst wirklich alles geben, und ich hatte einfach heute bei dir nicht so das Gefühl.“

Trotzdem, so schob Bohlen hinterher, würde er aber für Vanessa Krasniqi anrufen. Und seine Jury-Kollegen auch, denn die hatten sich vorher im Lob überboten: „Du bist wirklich auf dem besten Weg“, sagte Bruce Darnell: „Du warst wirklich super. Das war die beste Performance überhaupt am heutigen Abend. Bleib so. Und ich hoffe auch, die Leute rufen für dich an. Du hast gerade eine Standing Ovation bekommen, und ich stehe jetzt auch für dich auf.“ Sagte es und applaudierte der jungen Iserlohnerin noch einmal.

DSDS-Jurymitglied Natalie Horler findet Rauswurf von Favoritin Vanessa Krasniqi "total ungerecht"

Auch Natalie Horler war begeistert: „Du wählst die größten Weltstars, aber es ist dir bisher noch nicht passiert, dass du den falschen Song gewählt hast. Du bist so eine tolle Sängerin, du haust mich jedes Mal aus den Latschen. Für mich ist das ja auch das erste Mal hier in der DSDS-Jury, aber ich hätte niemals gedacht, dass ich so jemanden wie dich hier erleben darf.“

Natalie habe auch nach der Show ganz kurz mit ihr gesprochen, berichtete Vanessa gestern im Telefonat mit der Heimatzeitung. „Sie sagte, dass das nicht schön gewesen sei und dass sie es total ungerecht finde.“ Außerdem habe sie ihr viel Glück für ihren weiteren Weg gewünscht. Der führte Vanessa, nachdem ihre Familie und ihr Freund sie getröstet hätten, erst noch einmal für eine Nacht zurück in die DSDS-Villa.

Vanessa Krasniqi war mit ihrem DSDS-Auftritt zufrieden

An Schlaf sei dabei aber nicht zu denken gewesen: „Höchstens mal für ein paar Sekunden, dann bin ich auch schon wieder aufgestanden.“ Unter anderem auch, um sich um vier Uhr morgens via Facebook bei ihren Fans zu melden und für die Unterstützung in den vergangenen Wochen zu danken. Dass darauf in wenigen Stunden auch bereits wieder mehr als 1000 mit einem Kommentar reagiert hätten, sei „richtig schön“ und helfe ihr in dieser Zeit.

Mit ihrem Auftritt am Samstag sei sie selber „sehr, sehr zufrieden“ gewesen. „Ich habe mein ganzes Herz reingesteckt, den Song gefühlt, wirklich alles gegeben.“ Dabei habe sie an die ganze Zeit bei DSDS gedacht. Die Zusammenarbeit mit den anderen, das Zusammenleben sei das Schönste gewesen.

Bei DSDS ist die Geschichte ist wichtiger als der Gesang

Und daran habe sie auch gedacht in den Minuten vor der Bekanntgabe der Entscheidung, so dass sie gar nicht genau mitbekam, wie knapp es gewesen ist. „Ich wollte das Ganze einfach noch mal die letzten Minuten genießen.“ Denn sie habe da schon gefühlt, dass sie rausfliege. Warum? „Ich bin in der ganzen Zeit eben so normal geblieben wie ich bin. Singen allein reicht hier leider nicht, hier geht es um das Gesamtpaket.“ Andere hätten mit ihrer Geschichte eben mehr Zuschauer mobilisieren können.

Vanessa Krasniqi wolle nach dem DSDS-Aus auf jeden Fall weiter machen mit dem Singen, jetzt aber erst einmal, nachdem sie mit ihren Hasen Hoshi und Schleck gestern nach Hause gekommen ist, „wieder ein wenig runterkommen“.

 
 

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