Mit heißem Dampf gegen Unkraut

Ab 2015 möglicherweise ein Bild aus der Vergangenheit: Ein Bürsten-Fahrzeug bei der Beseitigung von Unkraut am Seilersee. Künftig will der Stadtbetrieb eher auf die thermische Unkrautvernichtung mit Wasserdampf setzen.
Ab 2015 möglicherweise ein Bild aus der Vergangenheit: Ein Bürsten-Fahrzeug bei der Beseitigung von Unkraut am Seilersee. Künftig will der Stadtbetrieb eher auf die thermische Unkrautvernichtung mit Wasserdampf setzen.
Foto: IKZ/Michael May
Der Stadtbetrieb testet derzeit neues System zur Grünpflege. Die Anschaffung ist für 2015 geplant.

Iserlohn.. In Sachen Unkrautbekämpfung ist beim Märkischen Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer in Zukunft vieles nur noch heiße Luft, oder besser Dampf – und das mit voller Absicht: Derzeit wird ein System zur sogenannten thermischen Bekämpfung von Unkraut getestet, also dem Einsatz von stark erhitztem Wasserdampf. Der Grund: Seit dem Jahresbeginn ist der Einsatz von Herbiziden gesetzlich verboten, mit denen zuvor in der Stadt schwer zugängliche Flächen wie etwa Verkehrsinseln, Sportplätze oder auch Friedhöfe bereinigt wurden.

Seither bekämpfen die Mitarbeiter des Stadtbetriebs unerwünschte Pflanzen häufig in Handarbeit – oder unter Einsatz einer Stahlbürste an speziellen Fahrzeugen, die jedoch eben für jene schwer zugänglichen Flächen ungeeignet sind.

Abhilfe soll nun die thermische Schädlingsbekämpfung bringen, deren Wirkungsweise jetzt von Mitarbeitern des Stadtbetriebs um den Betriebsleiter des Bereichs Grünflächen, Hartmut Sonderhüsken, bei einem Ortstermin am Seilersee erläutert wurde. Hierzu wurde eigens eine Testfläche angelegt, um den Unterschied zwischen den Wirkungsweisen von Stahlbürste und thermischer Methode zu demonstrieren.

„Die Bürste beseitigt das Unkraut nur oberflächlich, durch den Wasserdampf sterben die Pflanzen ab, ähnlich wie zuvor durch den Einsatz von Herbiziden“, erläutert Hartmut Sonderhüsken die Vorteile der Methode. Und: „Es spart Kosten, weil man weniger oft die Flächen abfahren muss, außerdem keinen Verschleiß der Bürsten mehr hätte.“

Auch für die thermische Schädlingsbekämpfung bedarf es jedoch spezieller Fahrzeuge mit Wassertanks. Die Mitarbeiter des Stadtbetriebs könnten dann mit vom Fahrzeug ausgehende Schläuchen in einem Radius von etwa 30 Metern arbeiten.

Nun wird beim Stadtbetrieb die Anschaffung eines eigenen Kleinfahrzeugs erwogen – und zudem das künftige Beauftragen einer Fremdfirma für größere Einsatzgebiete. „Wir planen die Anschaffung für 2015“, sagt Hartmut Sonderhüsken. Die notwendige Investitionssumme sei derweil aber noch nicht genau zu beziffern.

 
 

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